Kiews Präsidentenberater kritisiert Raketenangriff zu Guterres-Besuch

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsidentenberater Olexyj Arestowytsch hat die russischen Raketenangriffe auf Kiew während des Besuchs von UN-Generalsekretär António Guterres als "dümmste Variante überhaupt" kritisiert. "Wie sollen der UN-Chef oder die Vereinten Nationen darauf überhaupt reagieren", sagte der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstagabend. "Sie (die Russen) haben ihm einfach in den Rücken gespuckt, so saftig, mit Blut."

Russland habe Guterres mit diesem Angriff "in den Rücken geschossen", sagte Arestowytsch nach Angaben der Agentur Unian weiter. "Für einen Marschflugkörper ist die Entfernung zwischen Aufschlagsort und Aufenthaltsort von Guterres etwa so viel wie zwei Millimeter für eine Pistole. Der Schuss ging also an seiner Schläfe vorbei." Dessen ungeachtet werde Russland sicherlich weiterhin Mitglied des Weltsicherheitsrates der UN bleiben.

"Ich war geschockt, davon zu hören, dass in der Stadt, in der ich mich aufhalte, zwei Raketen explodiert sind", sagte Guterres später dem britischen Sender BBC.

Bei dem Einschlag von zwei Raketen in Kiew am Donnerstagabend wurden nach ersten Angaben der Rettungsdienste zehn Menschen verletzt oder getötet. Genauere Angaben wurden dazu nicht gemacht. Insgesamt hatten die russischen Militärs fünf Raketen auf Kiew abgefeuert.

Die russische Militärführung hatte in dieser Woche damit gedroht, die ukrainische Hauptstadt anzugreifen, auch wenn sich dort ausländische Politiker zu Besuch aufhielten.

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