Kickers-Krise spitzt sich zu - Magath wittert Benachteiligung

SID
·Lesedauer: 3 Min.

Die Negativserie der Würzburger Kickers hält an.

Das Schlusslicht der 2. Bundesliga verlor auch beim 1. FC Heidenheim mit 1:4 (0:1). Damit bleiben die Franken auch nach dem siebten Spiel der Saison ohne Sieg. Heidenheim indes feierte nach einer bislang enttäuschenden Saison einen wichtigen Heimsieg. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt verschaffte sich damit etwas Luft im Tabellenkeller. (Service: TABELLE der 2. Bundesliga)

Denis Thomalla (41.), Christian Kühlwetter (56.), Robert Leipertz (83.) und Konstantin Kerschbaumer (90.+1) trafen für den FCH zum zweiten Saisonsieg. Mitja Lotric (71., Handelfmeter) erzielte das Tor für den sieglosen Aufsteiger Würzburg, der mit nur einem Zähler weiter in der Krise steckt. (Service: SPIELPLAN der 2. Bundesliga)

Magath wittert Benachteiligung

Die Kickers zeigten sich nach der Partie vor allem mit den Entscheidungen des Schiedsrichters unzufrieden.

"Da gibt es eine Situation im Sechzehner, da brauch ich den Keller gar nicht, das ist ein klarer Elfmeter", klagte Kickers-Trainer Marco Antwerpen nach dem Abpfiff bei Sky: "Letzte Woche hatten wir die gleiche Situation, die Entscheidungen sind da gegen uns."

Auch Trainer-Legende Felix Magath, der mittlerweile in beratender Funktion in Würzburg tätig ist, war nach der Partie geladen: "Ich sehe da nicht nur eine grundsätzliche Benachteiligung von den Vereinen wie unseren, die aus der 3. Liga kommen und von vorneherein ein paar Millionen weniger kriegen als die, die schon da sind. Bei solchen Situationen hat man nicht das Gefühl, dass man in der Liga willkommen geheißen wird."

Magath räumte aber auch ein, dass den Kickers zuletzt in bestimmten Aktionen die nötige Cleverness fehlte. "Das ist der Preis, den man als Aufsteiger auch noch zahlen muss", meint der 67-Jährige.

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Thomalla bringt Heidenheim in Führung

Heidenheim, in der vergangenen Saison noch in der Aufstiegsrelegation an Werder Bremen gescheitert, startete druckvoll, ohne zunächst gefährlich zum Abschluss zu kommen. Thomalla belohnte die Bemühungen der Heimelf erst kurz vor der Pause mit der Führung per Kopf.

Nach der Pause traten die Würzburger dagegen deutlich engagierter auf und investierten mehr in das Spiel. Kühlwetter vollendete jedoch einen sehenswerten Angriff zum zweiten Heidenheimer Treffer.

Würzburg verkürzte durch Lotric, nachdem Patrick Mainka einen Distanzschuss mit der Hand abgeblockt hatte - die Entscheidung auf Strafstoß fiel nach Videobeweis. (Service: Die Spiele der 2. Bundesliga im LIVETICKER zum Nachlesen)

Sandhausen holt nur einen Punkt

Der SV Sandhausen hat seine Durststrecke nicht beenden können. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat blieb beim 2:2 (2:0) gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig trotz einer 2:0-Führung zum vierten Mal nacheinander sieglos. Die Gäste hingegen könnten trotz ihres ersten Punktgewinns im vierten Auswärtsspiel der Saison im weiteren Verlauf des Spieltages noch in die Abstiegszone abrutschen.

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Sandhausen schien schon zur Mitte des ersten Durchgangs auf der Siegerstraße. Durch Treffer von Neuzugang Alexander Esswein (4.) und Kevin Behrens (26.) gingen die Gastgeber, die aus ihren vorherigen drei Begegnungen lediglich einen Zähler geholt hatten, mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause. Unmittelbar nach Wiederanpfiff jedoch verkürzte die Eintracht durch Nick Proschwitz (46.) und leitete damit eine Drangphase des Ex-Meisters ein. Das 2:2 durch Yari Otto (90.+1) war dennoch glücklich.

Trotz einiger Gelegenheiten und mehrerer Unsicherheiten in Sandhausens Defensive jedoch gelang der Mannschaft von Eintracht-Coach Daniel Meyer der erhoffte Ausgleich zuvor lange nicht. Nach einem Lattentreffer von Proschwitz (51.) erlöste erst Otto die Niedersachsen.