KfW warnt vor Liquidätsreserven-Ende bei jedem 2. Mittelständler

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Sollten die Umsatzeinbrüche im deutschen Mittelstand aufgrund der Coronakrise weiterhin auf ähnlichem Niveau wie zuletzt verharren, dann reichen die eigenen Liquiditätsreserven bei der Hälfte der Unternehmen nur noch bis Ende Mai. Davor hat die staatliche Förderbank KfW am Dienstag gewarnt.

Im Durchschnitt ist den Unternehmen etwa die Hälfte der üblicherweise im März zu erwartenden Umsätze verloren gegangen, berichtet die KfW unter Berufung auf eine repräsentative Erhebung in der ersten Aprilwoche. Das entspreche etwa 39.000 Euro je Unternehmen. Insgesamt büße der Mittelstand damit im März etwa 75 Milliarden Euro oder 2% seiner Jahresumsätze ein.

“Die aktuelle schrittweise Rückführung der Corona-bedingten Eindämmungsmaßnahmen lässt auf eine Entspannung im Mittelstand hoffen”, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. “Doch eine Rückkehr zum Vor-Corona-Alltag wird für die meisten nicht reibungslos möglich sein, niedrigere Umsätze und Liquiditätsengpässe dürften die Mittelständler auch in den nächsten Wochen begleiten.”

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