KfW hat bei Wirecard-Kredit sorgfältig gearbeitet, sagt Bräunig

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die KfW-Tochter Ipex Bank hat bei der Vergabe eines 100 Millionen Euro schweren Kredits an die mittlerweile kollabierte Wirecard AG “nach allem, was wir heute wissen, sorgfältig gearbeitet”. Das sagte KfW-CEO Günther Bräunig am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen zum Fördergeschäft 2020.

Die Ipex Bank hatte Wirecard im September 2018 eine Kreditlinie in Höhe von 100 Millionen Euro gewährt. Die Finanzierung wurde 2019 verlängert und vollständig in Anspruch genommen. Später rutschte das Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit. Laut Bräunig sind die internen Untersuchungen zum Fall Wirecard inzwischen sehr weit fortgeschritten.

Zu einer weiteren Baustelle der KfW entwickeln sich Flugzeugfinanzierungen. Bräunig zufolge verzeichnet die Bank hier deutlich mehr notleidende Kredite. Bereits im Dezember hatte Bloomberg News von einzelne Stundungen und Insolvenzverfahren in dem Geschäftsbereich berichtet. Wegen der Pandemie stecken viele Airlines derzeit in der Krise.

Bräunig wird im Sommer seinen Posten als CEO abgeben. Unklar ist, wer Nachfolger wird. Ob bereits bis zu einer Verwaltungsratssitzung im März eine Entscheidung fallen wird, konnte der Vorstandschef nicht sagen.

Die Corona-Hilfen der KfW haben sich derweil im vergangenen Jahr auf 50,9 Milliarden Euro belaufen. Der Betrag wäre ohne Stornierungen und Verzicht auf fünf Zusagen in Höhe von knapp 11 Milliarden Euro noch höher ausgefallen. Das gesamte Fördergeschäft der KfW belief sich 2020 auf 135,3 Milliarden Euro, rund drei Viertel mehr als im Vorjahr.

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