Kevin Magnussen: Nur um Punkte zu kämpfen, wird langweilig

Norman Fischer
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Kevin Magnussen trauert seinem Formel-1-Aus nicht hinterher und freut sich bereits darauf, in der IMSA-Serie wieder um Siege kämpfen zu können. Denn das Gefühl hat er in der Königsklasse vermisst. Seinen letzten Sieg holte der Däne 2013 in der Formel Renault 3.5, letztmals auf dem Podest stand er bei seinem Formel-1-Debüt in Melbourne 2014.

"Ich bin nicht traurig, dass Abu Dhabi mein letztes Formel-1-Rennen war", sagt Magnussen zu 'Motorsport.com'. "Ich werde es vermissen, die Auto zu fahren, und ich werde das Team vermissen, aber ich freue mich eher auf das, was vor mir liegt, als dass ich traurig bin, nicht mehr in der Formel 1 zu sein."

Denn in den vergangenen Jahren musste Magnussen bei Haas kleinere Brötchen backen. Natürlich habe auch er von der Karriere in der Formel 1 geträumt, "aber nach einer Weile sind auch Punkte nicht mehr so aufregend, wenn du keine Rennen gewinnen kannst", sagt er.

Für Haas war es in den vergangenen beiden Jahren schon ein Sieg, wenn man überhaupt in die Punkte gekommen ist. Das ist Magnussen 2020 nur ein einziges Mal gelungen: beim Rennen in Ungarn mit Platz zehn. "Aber das ist kein echtes Ziel, wenn du ein echter Gewinner bist. Das befriedigt dich nicht", sagt der Däne.

Er weiß, dass in der Formel 1 vor allem das Auto zählt, um Rennen zu gewinnen. "Klar, einmal in 1.000 Fällen kann jemand ohne das beste Auto gewinnen, aber das ist dann Glück und du brauchst extreme Umstände dafür. Du kannst nicht einfach rausfahren und selbst den Unterschied machen. Das ist unmöglich."

Von daher freut er sich jetzt, für Ganassi in der IMSA-Serie anzutreten: "Ich freue mich wirklich darauf, wieder gewinnen zu können und am Morgen aufzuwachen und darüber nachzudenken, wie sehr ich mich darauf freue, in Daytona, Sebring oder Laguna Seca um den Sieg zu fahren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.