Kevin Großkreutz dachte über Karriereende nach

Mehrere Fehltritte kosteten Großkreutz einen großen Teil seiner Karriere. Nun fängt er in Darmstadt wieder von vorne an und blickt voller Reue zurück.

Kevin Großkreutz dachte nach seinen Ausrutschern und der Trennung vom VfB Stuttgart an das Karriereende. Nun freut er sich allerdings auf Torsten Frings und den SV Darmstadt 98.

"Ich hatte jetzt vier Monate Zeit, um nachzudenken und alles aufzuarbeiten", gab Großkreutz in der Bild an. 108 Tage nach seinem letzten öffentlichen Auftritt stellte er nun im Interview klar, einen Neuanfang in Darmstadt unter Frings wagen zu wollen.

Der ehemalige Nationalspieler stellt klar: "Ich möchte erst mal mit Darmstadt erfolgreich sein. Alles andere wird man dann sehen, daran verschwende ich aber überhaupt keine Gedanken. Ich will richtig fit werden in der Vorbereitung, der Mannschaft helfen, Gas geben.“

Gedanken ans Karriereende

Mit Blick auf die Zeit in Stuttgart sei "alles gesagt." Großkreutz hatte sich auf einer einberufenen Pressekonferenz erklärt und entschuldigt und war anschließend lange Zeit vereinslos: "Caro und meine ganze Familie haben mir sehr geholfen. Sie haben mir viel Kraft und Rückhalt gegeben."

Dabei dachte der Allrounder auch an ein Karriereende. "In dem Moment ja. Aber in der Zeit danach, als Ruhe eingekehrt war, habe ich viel nachgedacht und reflektiert. Ich bin Fußballer, liebe Fußball. Torsten Frings hat mich dann sehr überzeugt, nach Darmstadt zu kommen. Deswegen bin ich jetzt hier", so Großkreutz.

USA waren ebenfalls Thema

Auch ein Wechsel in die USA sei "Thema gewesen", so Großkreutz. Tipps habe er sich von Bastian Schweinsteiger geholt: "Wir stehen in Kontakt und schreiben uns öfter." Dank Lilien-Coach Frings entschied sich der 28-Jährige aber zu einem Verbleib in Deutschland.

In Darmstadt wird er mit Wirkung des 1. Juli seinen neuen Vertrag antreten. Beim Bundesliga-Absteiger steht Großkreutz schließlich vorerst für zwei Jahre bis 2019 unter Vertrag. Im März 2017 war die Trennung von Stuttgart erfolgt.