Kerber-Beichte: Darum wollte ich 2011 aufhören

Kerber-Beichte: Darum wollte ich 2011 aufhören
Kerber-Beichte: Darum wollte ich 2011 aufhören

Die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber hat vehement widersprochen, dass sie ihre Karriere nach den Sommerspielen 2024 in Paris beenden will.

„Ich habe nie gesagt, dass mit Olympia Schluss ist“, sagte die Kielerin in einem Interview mit der Bild-Zeitung wenige Tage vor der Veröffentlichung ihrer Biografie „Eine Frage des Willens - mein Weg nach oben“.

Natürlich sei Olympia an der Seine "das Hauptziel", betonte die 34-Jährige, die im kommenden Frühjahr erstmals Mutter wird. "Mich reizt die Herausforderung, Olympia auch mal auf Sand zu spielen. Aber Schluss sein muss da noch nicht", sagte Kerber, die dann 36 Jahre alt sein wird. 2016 bei den Spielen in Rio de Janeiro hatte sie Silber im Einzel gewonnen.

Kerber dachte früh an Karriereende

Dabei hatte sie schon fünf Jahre zuvor ernsthaft an ein Karriereende gedacht.

2011 habe sie eine „harte Phase“ durchgemacht: „Ich war elfmal in Folge in der ersten Runde rausgeflogen, drohte, aus den Top 100 zu fallen. Da fühlte ich, es macht keinen Sinn mehr.“

Sie habe wochenlang keinen Schläger in die Hand genommen, aber „dann kam mein Charakter wieder durch und setzte mir in den Kopf: Ich will es. Quasi eine Frage des Willens. Und schon sind wir beim Titel des Buches. Ich kam also irgendwann wieder zu mir und hatte dann mit dem Halbfinale der US Open meinen Durchbruch 2011.“

Kerber mit Lob für Niemeier

Viel hält Kerber von der aktuellen deutschen Nummer eins, Jule Niemeier. "Sie ist sehr fleißig und diszipliniert", sagte sie über die Dortmunderin, "wenn sie das Level hält, traue ich ihr einiges zu." Sie gehe ihren Weg und sei für die eine oder andere Überraschung gut.

Was Niemeier von Kerbers Qualitäten bräuchte? „Schwer zu sagen, aber um in die Weltspitze zu kommen, benötigt man diesen wirklichen Willen und das Bis-zum-Ende-durchziehen.“ Und was sie gerne von Niemeier hätte? „Oh ja, den Aufschlag, ja.“ Aber ansonsten sei sie ganz zufrieden und mit sich im Reinen, betonte Kerber.

 

mit Sport-Informations-Dienst

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