Kenias Oberster Gerichtshof bestätigt Kenyattas Wiederwahl zum Staatspräsidenten

Kenias Oberster Gerichtshof hat die Wiederwahl von Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Präsidenten des Landes endgültig bestätigt. Das Gericht wies am Montag zwei Eingaben gegen das Wahlergebnis als "unbegründet" zurück, wie der vorsitzende Richter David Maraga sagte. Die Entscheidung fiel demnach einstimmig. Damit kann Kenyatta kommende Woche als Präsident vereidigt werden.

Kenyatta war mit mehr als 98 Prozent der Stimmen als klarer Sieger aus der Präsidentschaftswahl hervorgegangen. Die Ende Oktober wiederholte Wahl war von der Opposition boykottiert worden. Das Oberste Gericht hatte die vorherige Abstimmung vom August wegen Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt.

Kenyattas Herausforderer, der 72-jährige Raila Odinga, hatte vor der Wiederholung der Wahl seine Kandidatur aus Protest gegen die umstrittene Wahlkommission zurückgezogen und zum Boykott der Wahl aufgerufen. Nach Angaben der Wahlkommission gingen daraufhin nur gut ein Drittel der 19,6 Millionen registrierten Wähler an die Urnen. Für Odinga wurden weniger als ein Prozent der Stimmen abgegeben.

An der später annullierten Wahl vom 8. August hatten sich noch fast 80 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Das Oberste Gericht ordnete wegen Unregelmäßigkeiten aber eine Wiederholung der Wahl an - ein auf dem afrikanischen Kontinent bis dahin beispielloser Schritt.