Nach Aus bei Union: Jetzt flirtet Keller mit Köln

Reinhard Franke, Martin Hoffmann
Thomas Eichin (r.) ist jetzt Berater von Trainer Jens Keller

Bei Union Berlin musste Jens Keller am Montag völlig überraschend gehen. Zieht es ihn nun zum 1. FC Köln?

Abgeneigt scheint der frühere Trainer des FC Schalke 04 nicht zu sein. Sein Berater Thomas Eichin macht jedenfalls schon vielsagende Andeutungen zur Zukunft des 47-Jährigen.

"Keller ist ein gefragter Mann"

"Jens Keller ist ein gefragter Mann. Er hatte, während er Trainer bei Union war, mehrere Anfragen aus der Bundesliga. Er hat alle abgelehnt, weil er dort bleiben wollte", sagt Kellers Berater Thomas Eichin zu SPORT1.

Käme Köln nun für ihn in Frage? Dazu möchte Eichin nichts sagen. Keine Bestätigung, kein Dementi.

Dass Köln interessiert ist, hält der frühere Werder- und 1860-Manager aber für denkbar: "Ich könnte mir schon vorstellen, dass darüber gesprochen wird, denn so viele geeignete Trainer sind nicht auf dem Markt", sagte er am Montag bei Sky: "Schauen wir mal, was passiert."

Auf Schalke habe Keller bewiesen, "dass er auch in einem aufgeregteren Umfeld ruhig seinem Job nachgeht".


Keller hat Verbindungen zum 1. FC Köln

Eichin ist seit August Geschäftsführer der Beraterfirma SAM Sports, die Keller vertritt. Bahnt er nun einen Deal zwischen Köln und Keller an?

Was dafür spricht: Keller bestritt zwischen 2000 und 2002 55 Bundesliga-Spiele für die Geißböcke, die nach der Entlassung von Peter Stöger am Wochenende einen neuen Trainer suchen.

Alexander Wehrle, den Geschäftsführer der Kölner, kennt Keller zudem aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart. Auf SPORT1-Nachfrage will Wehrle "nicht bestätigen", dass Keller Kandidat sei.

Kontakt zwischen Köln und Keller soll es allerdings schon "vor einiger Zeit" gegeben haben, berichtet die Nachrichtenagentur SID.

Köln sucht Nachfolger für Stöger

Köln hatte am Sonntag die Trennung von Stöger, die bereits am Freitag beschlossen worden war, bekannt gegeben.


Zurzeit werden die Geißböcke vom bisherigen U19-Coach Stefan Ruthenbeck betreut, der bis zur Winterpause die Verantwortung tragen soll. Sein Debüt feiert er am Donnerstag im letzten und entscheidenden Gruppenspiel in der UEFA Europa League bei Roter Stern Belgrad (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Parallel dazu suchen allerdings die Kölner einen Nachfolger als Cheftrainer. So wie auch weiterhin - nach der Absage an Kellers alten Weggefährten Horst Heldt - einen neuen Sportchef: