Warum wir keinen Weltfrauentag brauchen

Amelie Graen
Gleichberechtigung statt Duftkerzen im Sonderangebot – das wäre mal was.

Als ich heute morgen zur Arbeit gekommen bin, lag keine Blume auf meinem Schreibtisch, nicht einmal ein Rasierer von Rossfrau. Niemand hat mir gesagt, dass ich toll aussehe oder mir gratuliert, weil doch Weltfrauentag ist.

Zum Glück. 

Es gibt viele ernsthafte Probleme in der Gesellschaft, mit denen wir Frauen konfrontiert sind. Dass wir am Weltfrauentag zu wenige Blumen und keinen Rasierer geschenkt bekommen, gehört nicht dazu. 

Und doch scheinen genau das viele Unternehmen zu denken – die Frauen am heutigen Tag ein Blümchen auf den Schreibtisch legen oder Duftkerzen in ihrer Supermarktkette billiger anbieten, zum Beispiel. 

 

 

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat sich anlässlich des Weltfrauentages sogar in Rossfrau umbenannt. 

Und auf Twitter fühlen sich nicht wenige Männer dazu berufen, unter dem Hashtag Weltfrauentag zu verkünden, dass Frauen und Frauenrechte und so echt ganz, ganz wichtig für die Gesellschaft sind. 

Klar, das und dieser Weltfrauentag mag gut gemeint sein. Aber gut gemeint ist eben oft schlecht gemacht. 

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