Keine Zuschauer-Rückkehr: Berlin stoppt Pilotprojekte

SID
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Der erste Testlauf war erfolgreich, dennoch stoppt der Berliner Senat sofort alle Modellprojekte zur Rückkehr der Zuschauer in die Sportarenen.

DORTMUND, GERMANY - MAY 26: Players and officials take part in a minute of silence 
to commemorate those affected by the Coronavirus pandemic prior to the Bundesliga match between Borussia Dortmund and FC Bayern Muenchen at Signal Iduna Park on May 26, 2020 in Dortmund, Germany. (Photo by Federico Gambarini/Pool via Getty Images)
Die Stadien bleiben vorerst leer (Symbolbild: Federico Gambarini/Pool via Getty Images)

Das gab Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller nach einer Sondersitzung am Samstag bekannt. "Es ist völlig klar, dass die Modellprojekte, die wir uns vorgenommen haben, für Kultur, Sport und möglicherweise für die Gastronomie so nicht weiter umgesetzt werden können, sondern zurückgestellt werden müssen", sagte der SPD-Politiker angesichts steigender Inzidenzzahlen.

Verständnis für die Entscheidung zeigte Kaweh Niroomand, Geschäftsführer der BR Volleys, die am Mittwoch als erster Sportverein das Konzept mit tagesaktuellen Schnelltests erprobt hatten und so 800 Zuschauern den Zugang zur Max-Schmeling-Halle ermöglichten. Die Volleys hätten mit der Entscheidung "gerechnet, denn wir haben immer betont, dass diese Projekte in einem Verhältnis zur Pandemielage stehen müssen", sagte Niroomand dem SID.

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Neben den Volleys hatten sich weitere Berliner Spitzenklubs wie Fußball-Bundesligist Union Berlin Hoffnungen auf Zuschauer im Rahmen des Pilotprojekts gemacht. Daraus wird vorerst nichts. Für Niroomand lieferten die Tests dennoch Erkenntnisse für die Zukunft. "Wenn die Kurve fällt, müssen wir bereit sein, um mit den Technologien zu arbeiten, die wir erfolgreich getestet haben", sagte er.

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