Keine schnelle Lösung: Falsche Software sorgt für Probleme mit den Parkvignetten

Parkraumüberwachung in Prenzlauer Berg

Berlin.  Ein Fehler in einer neuen Software setzt Berlins stark belastete Bürgerämter verstärkt unter Druck und verlangt einen erhöhten Einsatz von Personal. Bei dem neuen System, mit dem die Bürger ihre Anwohner-Parkvignetten beantragen, wurde bei der Programmierung die nötige Bezahlfunktion vergessen. In der Folge müssen Bürger entweder persönlich ihre Parkvignette beim Amt bezahlen, oder die Mitarbeiter müssen per Hand die nötigen Informationen hinzufügen. Betroffen sind die sieben Bezirke, in denen es überwachte Parkzonen gibt.

Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hatten sich Bürger über die neuen Hürden beklagt. Bisher hatten sie schriftlich die Erlaubnis beantragt, ihren Wagen in einer Parkzone abstellen zu dürfen. Der Gebührenbescheid kam schriftlich, die Autofahrer überwiesen die Gebühr und bekamen die Vignette per Post. Jetzt müssen sie ins Bürgeramt kommen und dort das Geld in bar bezahlen.

Bezirksstadtrat Arne Herz (CDU) erklärt, in der letzten Juni-Woche habe das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten die Software, die bisher für die Bewohnerparkausweise eingesetzt wurde, durch eine andere ersetzt. Im neuen Programm fehle aber eine Schnittstelle zu jenem Programm, mit dem Gebührenbescheide erstellt würden. Die Erstellung müsste nach der Online-Beantragung nun manuell erfolgen, damit die Gebührenbescheide versendet werden könnten. Herz zufolge erfordere dieser Akt pro Bescheid etwa zehn Minuten eines Mitarbeiters. In dieser Zeit könne der Mitarbeiter keine der weit...

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