Keine Nummer eins mehr! Pliskova verpasst Halbfinale

Karolina Pliskova verpasst das Halbfinale bei den US Open

Die topgesetzte Tschechin Karolina Pliskova ist im Viertelfinale der US Open (täglich im LIVETICKER) in New York ausgeschieden und wird ihre Weltranglistenführung am kommenden Montag an Garbine Muguruza (Spanien/Nr. 3) verlieren.

Pliskova, Flushing-Meadows-Finalistin von 2016, unterlag der an Position 20 gesetzten Lokalmatadorin Coco Vandeweghe mit 6:7 (4:7), 3:6.

"Ich habe hier als 16-Jährige den Junioren-Titel geholt. Damals habe ich mir gesagt, ich will irgendwann bei diesem Turnier auch mal auf der richtig großen Bühne stehen. Es hat geklappt, und ich könnte mich nicht besser fühlen", meinte Vandeweghe, die als dritte Amerikanerin in die Vorschlussrunde des mit 50,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Spektakels einzog.

Nach 1:34 Stunden verwandelte die in New York geborene Vandeweghe ihren ersten Matchball und steht zum zweiten Mal nach den Australian Open im Januar in der Vorschlussrunde eines Major-Turniers.

Dort trifft die 25-Jährige, die vom Australier Pat Cash betreut wird, am Donnerstag auf die Siegerin der Partie zwischen ihrer Fed-Cup-Kollegin Madison Keys (USA/Nr. 15) und Qualifikantin Kaia Kanepi aus Estland. Würde Keys gewinnen, stünden vier US-Girls im Halbfinale ihres Heimspiels - das hatte es bei den US-Open zuletzt 1981 gegeben.

Pliskova verliert Spitzenposition in der Weltrangliste

Pliskova verliert damit am kommenden Montag nach acht Wochen die Spitzenposition im WTA-Ranking an Muguruza. Die Wimbledonsiegerin war im Achtelfinale der US Open an der Tschechin Petra Kvitova (Nr. 13) gescheitert. Die zweimalige Major-Gewinnerin Muguruza hatte den Platz an der Sonne zuvor noch nie inne. 

Die aus einer bekannten amerikanischen Sportlerfamilie stammende Vandeweghe stellte im Arthur-Ashe-Stadium erneut ihre glänzende Form unter Beweis. Obwohl sie nach einem Fehler im ersten Durchgang ihr Racket zertrümmerte, holte sie sich wenig später den umkämpften Auftaktsatz nach 54 Minuten, als sie von einem Returnfehler Pliskovas profitierte. 

Die 1,86 Meter große Tschechin, eigentlich bekannt als Aufschlagspezialistin, schwächelte vor allen Dingen beim eigenen Service.

Vandeweghe ließ sich auch von kurzen Schwächephasen nicht beirren. Nach einem Rebreak nahm sie Pliskova postwendend wieder den Aufschlag ab und stellte mit der 4:2-Führung die Weichen auf Sieg.