Keine Millionen-Strafe: McGregor erreicht Gewicht

Sebastian Mittag
Conor McGregor (r.) steigt gegen Floyd Mayweather in den Boxring

Conor McGregor hat das Kampfgewicht für den Mega-Fight gegen Floyd Mayweather (So., ab 3 Uhr LIVE auf DAZN) erreicht und damit eine mögliche Vertragsstrafe in Millionenhöhe abgewendet.

Beim Wiegen in der T-Mobile Arena in Las Vegas brachte der Ire genau 153 Pfund auf die Waage. Damit blieb er ein Pfund unter der für den Fight vereinbarten Grenze von 154 Pfund (69,85 Kilogramm). Bei Mayweather zeigte die Waage sogar nur 149,5 Pfund an.

"Ich komme immer auf mein Gewicht, ich bin ein Profi", rief McGregor, nachdem er von der Waage gestiegen war: "Es geht um Opferbereitschaft, Hingabe und Fokus. Ich bin bereit!"

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Mayweather hatte Zweifel

Mayweather hatte zuvor Zweifel daran geäußert, ob McGregor bis zum Wiegen das vereinbarte Gewicht erreichen würde.

"Conor McGregor wirkt derzeit extrem schwer. Ich denke, er liegt bei 164 Pfund, somit müssen noch zehn Pfund runter", hatte er noch drei Tage vor dem Wiegen behauptet.


Der US-Amerikaner hatte klargestellt, dass McGregor vertraglich zu einer Strafzahlung verpflichtet gewesen wäre, falls er zu schwer zum Wiegen erschienen wäre.

"Wenn er das Gewicht nicht macht, werden wir dennoch kämpfen. Aber dann gibt es für McGregor eine heftige Geldstrafe. Macht diese Extra-Millionen schon mal fertig", tönte der 40-Jährige, der ohnehin mindestens 100 Millionen Dollar (85 Millionen Euro) kassieren wird. MMA Fighting berichtet, dass McGregor dagegen "nur" eine garantierte Kampf-Börse von 30 Millionen Dollar (25 Millionen Euro) zusteht, und beruft sich dabei auf die Nevada Athletic Commission. 

Heiße Atmosphäre beim Wiegen

Die Atmosphäre beim Wiegen in Las Vegas gab schon einmal einen Vorgeschmack auf die Stimmung, die beim Kampf in der Halle herrschen könnte.

Rund zehntausend Fans kamen in die 20.000 Zuschauer fassende T-Mobile Arena, in der auch der Fight stattfinden wird - und das nur, um das Wiegen zu sehen.


Die McGregor-Fans waren klar in der Überzahl und machten sich lautstark bemerkbar. Immer wieder schallten "Ole, ole, ole"-Gesänge für McGregor durch die Halle, Mayweather wurde ausgebuht.

Wie viele dieser Fans auch beim Kampf in der Halle sein werden, bleibt abzuwarten. Die Preise für die Tickets sind horrend. Die günstigste der noch rund 1500 erhältlichen Karten kostet 3500 US-Dollar, das teuerste Ticket sogar 10.000 Dollar.

Letzte Verbalschlacht vor dem Mega-Fight

McGregor und Mayweather nutzten das Wiegen für den letzten verbalen Schlagabtausch vor dem Duell im Ring, in dem dann nur noch die Fäuste sprechen werden.

Schon auf der Bühne schrie McGregor seinem Gegner provokativ ins Gesicht, doch Mayweather reagierte nur mit einem betont coolen Lächeln.

Am Mikrofon ätzte McGregor danach: "Ich habe ihn noch nie in einer so schlechten Form gesehen. Er sieht ausgebrannt aus, außer Form."


Der 28-Jährige beschwor noch einmal seine zahlreich in Las Vegas vertretene Fan-Gemeinde: "Ihr könnt uns nicht schlagen. Wir haben uns schon genommen, was wir wollen", rief er: "Las Vegas ist jetzt Irland!"

Mayweather will sich durch die irische Fan-Übermacht aber nicht aus dem Konzept bringen lassen: "Die Fans können nicht für ihn kämpfen. Es geht nur um die zwei Kämpfer im Ring", sagte der Ex-Weltmeister, der alle seine 49 Profi-Kämpfe gewinnen konnte.

Mayweather hatte bereits angekündigt, nach dem Kampf gegen McGregor nie mehr in den Ring steigen zu wollen. Beim Wiegen vor dem Mega-Fight drohte er an, die Karriere des UFC-Superstars gleich mit beenden zu wollen: "Das wird auch der letzte Fight von Conor McGregor sein!"