BMW hat Abschaffung der 5er-Kreise initiiert

In den sogenannten 5er-Kreisen sollen sich VW, Audi, Porsche Daimler und BMW abgesprochen haben. Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat BMW gefordert, die Gespräche in den VDA zu integrieren.


BMW hat bei einer Sitzung des Automobilverbandes VDA im Juni die Integration der sogenannten 5er-Kreise in VDA-Gremien gefordert. Das hat die WirtschaftsWoche aus Kreisen des Unternehmens erfahren. Die 5er-Kreise (Arbeitsgruppen von VW, Daimler, BMW, Porsche, Audi) stehen im Mittelpunkt eines möglichen Kartells deutscher Autohersteller. Dort könnten Absprachen getroffen worden sein, die kartellrechtswidrig waren.

Bislang gibt es zu etlichen Themen Arbeitsgruppen sowohl beim VDA als auch außerhalb des Verbands in Form der 5er-Kreise. In den 5er-Kreisen können die deutschen Hersteller Themen unter sich besprechen. In den VDA-Gremien sitzen dagegen auch ausländische Hersteller mit am Tisch.

Hersteller sind zu der Einschätzung gelangt, dass die Doppelstrukturen, also Arbeitskreise bei VDA und Arbeitskreise außerhalb des Verbands zum selben Thema, „unnötige Kosten“ und „die Gefahr von Intransparenz“ mit sich bringen.




BMW übernahm im Januar den Vorsitz der 5er-Kreise. In dieser Funktion entwickelte der Autobauer einen Plan zu Integration der 5er-Kreise in die VDA-Gremien. Dieser Plan wurde im Juni bei einer Sitzung der Hersteller beim VDA diskutiert. Bei der Sitzung wurde beschlossen, dass der Verband ein Konzept erarbeiten soll, wie die 5er-Kreise in den Verband integriert werden können. Im November 2017 soll der Verband laut Beschluss das Konzept vorstellen.

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