Keine Ersparnisse mit 40? Hier ist, was du jetzt zur Renten-Rettung tun musst!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
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Wer mit 40 Jahren noch keine Ersparnisse zur Rettung der eigenen Rente hat, der befindet sich in einer zweigeteilten Situation. Einerseits hat man bereits einige Zeit verloren, die die Macht des Zinseszinseffekts beim Vermögensaufbau nutzen könnte.

Andererseits befindet man sich allerdings, wenn überhaupt, in der Mitte seines gesetzlichen Erwerbslebens. Bis zu einem Renteneintritt mit 67 Jahren ist es jedenfalls noch etwas hin. Das heißt, man hat noch Zeit, um sich für die eigene private Altersvorsorge zu wappnen.

Hier sind jedenfalls einige essenzielle Schritte, die du mit 40 Jahren gehen solltest, um die Rente zu retten. Sie könnten auch dir helfen, dich in die Spur zu bringen.

1) Definiere deine Sparziele!

Zunächst erst einmal ist natürlich eine Bestandsaufnahme wichtig: Die Einkommenshöhe dürften die meisten wohl noch genauer beziffern können. Schwieriger wird es möglicherweise, wenn es darum geht, fixe und variable Ausgaben zu definieren. Das jedoch zeigt dir auf, welche Sparoptionen du überhaupt besitzt.

Nach dieser ersten Bestandsaufnahme solltest du dann dazu übergehen, fixe Sparziele zu definieren. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Beispielsweise: Wann spare ich? Wöchentlich, monatlich? Beim Gehaltseingang? Welche Sparziele möchte ich bis wann erfüllt haben? Was ist meine Mindestsparmenge, die ich pro Monat, Jahr oder auch Woche erreichen möchte?

All das können relevante Fragen sein. Genauso wie Überlegungen dahin gehend, wie man sparen möchte. Mithilfe von Tricks oder Kniffen im Alltag? Oder fixen Budgets? Einem Haushaltsbuch? Die Überlegungen können in ganz verschiedene Richtungen gehen. Wichtig ist jedoch: Sparen ist der erste Schritt in Richtung Renten-Rettung. Allerdings existieren auch weitere.

2) Renten-Rettung: Finde deinen Ansatz

In einem zweiten Schritt wirst du dir außerdem überlegen müssen, welchen Ansatz du wählen möchtest. Beziehungsweise eigentlich zuerst zu der Erkenntnis kommen müssen: Ohne Rendite wird es schwierig, die Rente zu retten. Das habe ich jedoch frecherweise einfach mal vorausgesetzt.

Deinen Ansatz zu finden ist die zweite Schwierigkeit. Grundsätzlich bestehen verschiedene Möglichkeiten: Mit ETFs kann man die Rente retten. Aber natürlich auch mit Dividendenaktien oder Wachstumsaktien. In Teilen ist das womöglich abhängig von deinen eigenen Präferenzen. Wer schließlich eher Risiken minimieren will und dafür mit etwas weniger Rendite zufrieden ist, der ist womöglich bei Dividenden oder auch ETFs zu Hause.

Allerdings, und jetzt wird es wichtig: Du wirst auch schauen müssen, ob dein Ansatz mit deinen Renditezielen übereinstimmt. Wenn du beispielsweise zur Rettung der Rente eine durchschnittliche Rendite von 10 oder 12 % pro Jahr benötigst, so heißt es: Bye bye, ETFs! Solche Renditen sind insbesondere langfristig nicht mit derartigen Konstrukten möglich.

Das heißt: Die Rente zu retten wird von deinem Anfang bestimmt. Deine Vorlieben können eine Rolle spielen. Es gilt jedoch auch, richtige Rückschlüsse zu ziehen, was realistisch mit welchen Mitteln möglich ist.

Rente retten: Fang an!

Zu guter Letzt ist es dann noch wichtig, überhaupt anzufangen. Die Planungen sind der erste Schritt, die Sparziele zu definieren ein erster konkreterer und das Finden des eigenen Ansatzes hilft dir, realistisch zu kalkulieren. Ab diesem Zeitpunkt sollte aus Theorie Praxis werden. Beziehungsweise aus deinem Vorhaben, die Rente zu retten, Realität. Mit 40 Jahren besitzt du zwar noch eine Menge Zeit, solltest jedoch keine weitere mehr verschenken.

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