"Kein Wunderheiler": Milan-Trainer Gattuso nach Blamage in Verona unter Druck

Der AC Mailand hat sich in der Serie A gegen Hellas Verona blamiert. Trainer Gattuso will weiter versuchen, die Mannschaft aus der Krise zu führen.

Beim italienischen Erstligisten AC Mailand will kurz vor Weihnachten keine Festtagsstimmung aufkommen. Nach der 0:3-Blamage beim Tabellenvorletzten Hellas Verona zeigte der neue Trainer Gennaro Gattuso erste Anzeichen von Resignation. "Ich bin leider kein Wunderheiler. Hätte es keine Probleme gegeben, hätte ich nicht die Gelegenheit gehabt, Milan zu trainieren", sagte Gattuso.

Die Verantwortlichen um Milans Sportdirektor Massimiliano Mirabelli, der selbst unter Zugzwang steht, wollen Gattuso jedoch Zeit geben. "Gattusos Arbeit kann in drei Wochen nicht schon Früchte tragen. Ich vertraue ihm voll. Gattuso arbeitet mit voller Seele, die Resultate werden kommen", versicherte Mirabelli. Der Weltmeister von 2006 hatte Ende November die Mannschaft von Vincenzo Montella übernommen und steht bislang erst bei einem Sieg aus drei Ligaspielen.

Von der italienischen Presse hagelte es für die jüngste Pleite beim Underdog aus Verona Kritik. "Für Milan ist es ein Abstieg in die Hölle, der kein Ende nimmt. Eine fragile Mannschaft ist vollkommen unfähig, eine Reaktion zu zeigen", schrieb die Gazzetta dello Sport. "Milan geht in die Brüche. Eine Reihe einfacher Meisterschaftsspiele ist für Gattuso zum Verhängnis geworden", hieß es im Corriere dello Sport.

Milan liegt in der Tabelle mit 24 Punkten auf dem achten Platz und schon 18 Punkte hinter Spitzenreiter SSC Neapel. Aufgeben will Gattuso aber noch nicht: "Diese Mannschaft ist mehr Wert, als die Punkte in der Tabelle bezeugen. Doch wir haben keine Entschuldigungen: Wir können nur hart für den Neustart arbeiten."