Kein Test in Wales: Kris Meeke kritisiert Citroen

Kris Meeke hat bei der Abstimmung seines Citroen noch Nachholbedarf


Es knirscht wieder einmal zwischen Kris Meeke und seinem Team Citroen. Die Entscheidung der französischen Werksmannschaft, den obligatorischen Test vor der Rallye Großbritannien nicht vor Ort in Wales, sondern stattdessen in Südfrankreich durchzuführen, sorgt beim Nordiren für Kopfschütteln. "Es ist nicht gerade einfach, wenn man nicht gut vorbereitet ist", sagt Meeke. "Wir haben beim Set-up ziemlich ins Blaue raten müssen, aber was können wir tun?"

Im Gegensatz zu allen anderen WRC-Teams hatte Citroen auf einen Test in Großbritannien verzichtet - laut Teamchef Yves Matton, weil die Gebühren für die Anmietung der Straßen zu hoch gewesen seien. Stattdessen bereitete sich Citroen in den Wäldern Südfrankreichs vor, wo die Straßen zwar ähnlich denen in Wales, allerdings der Fahrbahnbelag ein anderer war.

Daher war das Set-up der C3 WRC bei der Ankunft in Wales alles andere als optimal. Das zeigte sich im Shakedown, wo Craig Breen als bester Citroen-Pilot nur auf Rang zehn fuhr. Meeke wurde Zwölfter, kam aber auch nur zu zwei Durchgängen. Denn die Shakedown-Prüfung "Clocaenog" befand sich gut 25 Kilometer vom Servicepark in Deeside entfernt, und so ging durch die Abstimmungsarbeiten zu viel Zeit verloren.

"Wir haben beim Shakedown einige Set-up-Veränderungen vorgenommen, mussten dafür aber immer zurück zum Service fahren. Zurück an der Prüfung war die Straße dann wie poliert. Es hat sich angefühlt, als würde man auf Eis fahren", sagt Meeke. So schlage der fehlende Test vor Ort letztlich doppelt schwer ins Gewicht. "Wenn man nur auf ein Blatt Papier (mit den Details des Set-up; Anm. d. Red.) schaut und dann rausfahren muss, wird es schwierig. So etwas passiert, wenn man sich nicht richtig vorbereitet", verteilt Meeke einen weiteren Seitenhieb in Richtung Team.

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