Kein Party-Tourismus im Flugzeug: Balearen fordern Alkoholverbot

Auf den Balearen kommt es aufgrund betrunkener Touristen immer wieder zu Ausschreitungen. (Bild: AP Photo)

Die Balearen gehen in den Kampf gegen den „anti-sozialen Tourismus“. Ein Alkoholverbot in Flugzeugen und auf Flughäfen soll dafür sorgen, Krawall-Touristen unter Kontrolle zu bekommen.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Skandalen sowie Alkohol- und Gewaltexzessen auf den Balearen – ausgelöst von Party-Touristen. So mussten im Mai dieses Jahres Polizisten auf dem Flughafen Palma de Mallorca eingreifen, weil sich drei betrunkene Männer in einer Ryanair-Maschine während des Fluges geprügelt hatten. Solche Situationen will die Regionalregierung, auch für Mallorca und Ibiza zuständig, mit einem Alkoholverbot sowohl in Flugzeugen als auch auf Flughäfen zukünftig verhindern.

Viele Wachleute müssen sich immer wieder mit betrunkenen Urlaubern auseinandersetzen. Das Verbot soll dementsprechend die Sicherheit des Personals und aller Reisenden verbessern, erklärt Pilar Carbonell, Tourismusbeauftragte der Balearischen Inseln, und richtet sich mit ihren Appell an die Zentralregierung in Madrid und an die EU. Allerdings ist bisher nicht klar, ob sich die Forderung nur auf Balearen-Flüge oder auf alle Flüge innerhalb der EU bezieht.

In Flugzeugen soll ein Alkoholverbot eingeführt werden. (Bild: AP Photo)

Fernab des Flughafens soll der Alkoholtourismus unter Kontrolle gebracht werden, in den auch viele Deutsche involviert sind. Antoni Noguera, Bürgermeister von Palma de Mallorca, erklärte dem „Mallorca Magazin“, dass man künftig die Zusammenarbeit mit der Lokalen und der Nationalen Polizei besser koordinieren will. Der Politiker will sich sogar mit der deutschen Konsulin treffen, um sich auf eine Zusammenarbeit zu einigen. Deutsche Urlauber seien zwar weiterhin auf der Insel willkommen, Störenfriede hingegen nicht. „Fakt ist, dass es eine kleine Minderheit unter den deutschen Urlaubern gibt, die Probleme bereitet, durch Besäufnisse, Schlägereien“, so Noguera. „Hinzu kommen die Neonazi-Gruppen. Diese Art von Urlaubern ist hier nicht willkommen.“

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