"Kein Kopfrechnen": Tischler schimpft bei "Maischberger" über die Jugend

Marco Fieber
Regte sich bei
  • Immer mehr Betriebe klagen über das mangelnde Wissen der Bewerber.
  • Bei “Maischberger” erklärte ein Tischlermeister, warum es keinen Unterschied macht, von welcher Schule seine Azubis kommen.

Werden Deutschlands Schüler immer unfähiger? Es ist eine weit verbreitete Meinung, die vor allem von den älteren Generationen geäußert wird. Auch eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung scheint ihnen recht zu geben: Die Forscher beklagen darin “fehlende Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Sprache und Mathematik” bei vielen Abiturienten.

Steht es tatsächlich so schlimm um Deutschlands Jugend? Sandra Maischberger wollte das in ihrer ARD-Talkshow wissen – und fragte einen Tischlermeister. Michael Kals berichtete dann tatsächlich Schauderhaftes aus seinem Berufsalltag.

Tischlermeister: “Unsere Azubis können ganz selten Kopfrechnen”

Kals ist Geschäftsführer einer Kölner Tischlerei und bildet seit 30 Jahren aus. Bei “Maischberger” klagte er: Er wolle gar nicht bei Lese- oder Schreib-Probleme seiner Auszubildenden anfangen. “Grundroutinen sind wichtiger”, sagte Kals. Dann berichtet er aus seinem Alltag:

► Azubis hätten leere Toilettenpapierrollen nicht ausgetauscht, nachdem sie diese aufgebraucht hätten.

► Andere würden nicht Bescheid sagen, wenn sie zu spät kommen. 

Es geht also um soziale Grundkompetenzen, um Verantwortung für das eigene Leben und seine Umgebung”, sagte Kals. Lesen und Schreiben sei dabei noch “eine ganz andere Geschichte”. Der Tischlermeister erklärte: “Unsere Azubis können ganz selten Kopfrechnen.” 

Auch ein Smartphone helfe nicht. “Denn sie brauchen beide Hände dafür, was sie gerade bearbeiten.” Kals Mitarbeiter müssten überschlagen können, wie groß oder schwer etwas ist. 

Schulabschluss spielt keine Rolle

“Das wird nicht mehr ausgebildet”, schimpft Kals mit Blick auf den Unterricht in den Schulen und seine Erfahrungen in den vergangenen Jahrzehnten. “Ich...

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