Keimlinge vorziehen: So geht's

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Bis Hobbygärtner sich wieder im Grünen austoben können, dauert es noch. Was jedoch schon möglich ist: Keimlinge für Gemüse oder Kräuter vorzuziehen. So geht's.

Peat pellets macro closeup on black tray for potted plants containers by window on table for growing tomato and peak indoor garden seedlings during winter
Keimlinge können jetzt schon langsam vorgezogen werden (Bild: Getty Images)

Vor allem bei Obst-, Gemüse- oder Kräutersorten, die Wärme mögen, kann eine Vorkultur in den eigenen vier Wänden sinnvoll sein, und das geht schon im Februar oder März. 

Welche Pflanzen lassen sich vorziehen?

Bei Gemüse eignen sich beispielweise Tomaten, Paprika, Aubergine, Zucchini, Chili oder Gurken. Kräuter, die von einer Vorkultur profitieren können, sind unter anderem Salbei, Rosmarin, Thymian, Oregano oder Minze. 

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Weniger geeignet sind Karotten, Kohlarten, Radieschen, Rote Beete oder Salat. Auch Schnittlauch, Petersilie und Dill mögen es lieber, im Freien aufgezogen zu werden. 

So ziehst du Keimlinge vor

Entscheidend ist die richtige Erde. Reguläre Blumenerde enthält zu viel Dünger für die zarten Keimlinge, deren Wurzeln davon Schaden nehmen könnten. Besser eignet sich spezielle Anzuchterde, die feiner und nährstoffarmer ist. 

Bei den Aussaatgefäßen hast du die freie Wahl: Saatschalen aus dem Handel eignen sich ebenso wie selbst hergestellte aus Zeitungspapier oder ausgewaschene Quarkbecher. Wichtig ist, dass die Behälter vollkommen sauber sind und unten Löcher haben, durch die überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Das Gefäß muss nach der Saat mit Klarsichtfolie abgedeckt werden, um ein feuchtes Klima zu schaffen. 

Viel Licht und frische Luft sind wichtig

Pflanzenkeimlinge sind besonders empfindlich, achte also stets auf die richtige Temperatur und ausreichend Licht und Wasser. Vor allem, wenn die Keimlinge aus der Erde herausschauen, lieben sie es hell. Gibt es keinen Standort mit viel Licht oder spielt das Wetter nicht mit, kann eine Pflanzenlampe helfen. 

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Regelmäßiges Lüften sorgt für ausreichenden Sauerstoff, andauernde Zugluft sollte jedoch möglichst vermieden werden. 

Ab wann können die Pflanzen ins Beet umgesiedelt werden?

Das hängt ganz vom Wetter ab, denn auch im Frühjahr droht noch Nachtfrost. Die meisten Keimlinge können in etwa ab Mitte April ins Beet gepflanzt werden. Ein geringeres Risiko geht man jedoch ein, wenn man die Eisheiligen im Mai abwartet. Wer das plant, sollte seine Keimlinge jedoch nicht zu früh ansetzen. Einige Wochen lassen sie sich noch auf der Fensterbank pflegen, danach werden sie zu groß und wollen langsam ins Freie. 

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