Darum kehrt Ulreich nach München zurück

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 3 Min.

Kaum weg und schon wieder da.

An diesem Wochenende kehrt Sven Ulreich nach München zurück. Die neue Nummer eins des Hamburger SV hat wie seine Mitspieler zwei Tage frei bekommen. Ulreich nutzt diese Zeit, um kurzzeitig nach Hause zu seiner Familie zu fliegen.

Mit einem Blitzwechsel schloss sich der 32-jährige kurz vor Ende des Transferfensters dem aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga an. In Hamburg hat sich Ulreich vorerst eine Wohnung genommen. In München besucht er dieser Tage seine Frau Lisa und seine beiden Kinder Malia und Len.

Ulreich plant Abschied von Bayern-Kollegen

Läuft alles nach Plan, will Ulreich am heutigen Sonntag sogar seinen alten Kollegen an der Säbener Straße einen Besuch abstatten.

"Nach meinem Wechsel waren viele der Jungs auf Länderspielreise. Ich habe zu dieser Zeit bereits meine Sachen aus meinem alten Spind abgeholt. Ich konnte mich aber noch nicht von jedem verabschieden. Vielleicht klappt es diesen Sonntag. Die Corona-Umstände machen einen Besuch aber nicht einfacher", sagt Ulreich im Gespräch mit SPORT1.

Die Reiserei zwischen beiden Wohnorten hat für ihn übrigens bald ein Ende, denn die Ulreichs haben in Hamburg eine Wohnung gefunden, die sie Ende kommenden Monats beziehen wollen.

"Ich freue mich darauf, dass ich meine Familie bald wieder regelmäßig um mich habe. Ich bin ein absoluter Familienmensch und habe sie in den letzten Wochen sehr vermisst", so Ulreich, der in den ersten Wochen nach seinem Wechsel alleine in Hamburg gewohnt hat.

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Familien-Power für Ulreich

Mit dem baldigen Umzug seiner Liebsten setzt der Ex-Münchener seinen erfolgreichen Start im Norden fort. Beim HSV ist Ulreich seit seinem Wechsel die unumstrittene Nummer eins und stand seitdem in allen vier möglichen Zweitligaspielen zwischen den Pfosten. Zweimal blieb er ohne Gegentreffer, am Freitagabend kam er mit seinem neuen Verein im Derby nur zu einem 2:2 gegen den FC St. Pauli. Ulreich erwies sich bislang weitesgehend als starker Rückhalt.

"Mit unserem aktuellen Lauf können wir zufrieden sein. Aber es geht immer besser, auch bei mir", sagt Ulreich.

Vom deutschen Rekordmeister zur nicht immer sattelfesten Traditionsmannschaft im hohen Norden, Ulreich bereut den Wechsel keinesfalls: "Ich habe alles richtig gemacht und fühle mich in der Stadt und im Verein richtig wohl. Natürlich ist es beim HSV ein anderes Niveau als beim FC Bayern, aber wir haben in unserer Mannschaft einen guten Mix aus Talent und Erfahrung. Die Trainings-Qualität ist auch sehr hoch", sagt Ulreich.

Gibt es einen Spieler, der ihm bislang besonders imponiert? Auf einen Namen will sich die neue Hamburger Nummer eins nicht festlegen. Wenn er über HSV-Sturm-Neuzugang Simon Terrodde spricht (bereits acht Saisontore) gerät er allerdings ins Schwärmen: "Er ist wirklich ein Phänomen. Vor dem Tor ist er eiskalt, er steht immer richtig und ist ein richtig guter Typ. Wir können uns sehr glücklich schätzen, ihn in unseren Reihen zu haben."

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Ulreich schätzt sich indes glücklich, seine Familie bald wieder um sich zu haben. Den nächsten erfolgreichen Schritten in Hamburg steht somit nichts mehr im Weg.