Kehl fordert neue "Leistungskultur" beim BVB

Patrick Berger
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Sebastian Kehl sieht Borussia Dortmunds Auswärtsspiel am Samstag bei RB Leipzig (Bundesliga: RB Leipzig - Borussia Dortmund ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) als "Gradmesser".

"Sie sind in einer guten Verfassung, haben bislang eine sehr gute Saison gespielt, wenige Gegentore kassiert und erst einmal verloren", zählte der Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung am Mittwoch Leipzigs Qualitäten auf.

Zugleich betonte Kehl: "Wir haben in der Vergangenheit dort meistens sehr gut ausgesehen. Ich möchten auch keinen Machtkampf mit RB ausrufen. Für uns geht es darum, eine neue Leistungskultur zu kreieren." (Service: TABELLE der Bundesliga)

Die Dortmunder Mannschaft müsse beim 2:0-Sieg am vergangenen Sonntag gegen den VfL Wolfsburg anknüpfen.

Kehl begrüßt Hummels-Kritik

"Wir haben höhere Erwartungen an uns, haben höhere Ansprüche", sagte Kehl.

Der 40-Jährige begrüßte die jüngst geäußerte Kritik von Abwehrchef Mats Hummels ("Wir haben zu oft keinen Erwachsenen-Fußball gespielt") an den gezeigten Saisonleistungen unter Ex-Trainer Lucien Favre. "Das ist total legitim, dass unser Vize-Kapitän auch mal den Finger in die Wunde legt. Die Mannschaft ist gefordert, viele Dinge auch zu leben. Dieser Erwachsenen-Fußball wird auch von innen heraus generiert", sagte Kehl.

Zugute käme Dortmunds neuem Trainer Edin Terzic dabei auch, dass er die gesamte Woche über Zeit für Übungseinheiten habe.

"Edin hat eine eigene Herangehensweise und ich möchte ihn ungern mit Lucien Favre vergleichen. Er wird ein bisschen Zeit brauchen, um Dinge noch mehr umzusetzen", erklärte Kehl: "Ich habe die Hoffnung, dass wir ab jetzt vieles besser machen."

BVB plant keine Transfers im Winter

Transfers plant die Borussia laut Kehl in diesem Winter nicht: "Wir machen uns Gedanken, aber im Moment ist nichts geplant." (Service: ERGEBNISSE und SPIELPLAN der Bundesliga)

Bei der eigenen Zukunft läuft es immer mehr darauf hinaus, dass Kehl nach der Saison 2021/22 Michael Zorc als Sportdirektor beerbt. "Ich habe ja schon häufiger betont, dass ich Interesse habe, mehr Verantwortung zu übernehmen, und traue mir das auch zu", sagte Kehl.

Mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sei er "im regelmäßigen Austausch", einige Details seien noch zu klären.