Kaum Probleme im Grenzverkehr von Baden-Württemberg und Frankreich

KEHL/STRASSBURG (dpa-AFX) - Nach der Lockerung der Beschränkungen im Grenzverkehr zwischen Frankreich und Baden-Württemberg hat die Bundespolizei in Offenburg nicht deutlich mehr Verkehr registriert. Man müsse abwarten, wie sich der Verkehrsfluss in den kommenden Tage entwickle, erklärte ein Sprecher am Samstag. Bis zum Mittag haben es an den Grenzen keinerlei Probleme gegeben.

Ab Mitternacht wurden die Kontrollen zwischen Frankreich und Deutschland gelockert. Franzosen müssen für die Einreise aber nach wie vor einen triftigen Grund vorweisen. Darunter fällt beispielsweise die Fahrt zum Arbeitsplatz, der Schulbesuch oder ein wichtiger familiärer Grund. Aus touristischen Gründen, etwa zum Einkaufen oder Tanken, dürfen sie nicht einfach nach Deutschland fahren.

Am Grenzübergang zwischen Kehl und dem elsässischen Straßburg wurden am Samstag Fahrzeuge stichprobenartig kontrolliert. Fußgänger oder Radfahrer mussten alle noch ihre Papiere vorweisen. Die Straßenbahn-Verbindung zwischen Kehl und Straßburg wurde noch nicht wieder aufgenommen.

Deutsche müssen weiterhin einen französischen Passierschein bei der Einreise nach Frankreich ausfüllen. Mit der neuen Regelung können sich aber auch nicht-verheiratete Paare sehen. Dafür müsse an der Grenze ein Nachweis zum Beispiel über das Zusammenleben vorgelegt werden, hatte das französische Innenministerium erklärt.

Erleichterung wird mit den nur noch stichprobenartig durchgeführten Grenzkontrollen vor allem für die Berufspendler am Montag erwartet. Seit Einführung der Kontrollen hatten sich zu den Stoßzeiten lange Staus an den Grenzübergängen gebildet. Außerdem wurde ein gemeinsamer Passierschein beider Länder in Aussicht gestellt, damit Grenzgänger nur noch ein Papier mit sich führen müssen. Die Grenzen sollen am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.