Kaum Probleme im Grenzverkehr von Österreich nach Bayern

ROSENHEIM (dpa-AFX) - Nach der Lockerung der Beschränkungen im Grenzverkehr zwischen Österreich und Deutschland hat die Bundespolizei in Bayern am Samstag nur wenige Verstöße registriert. "Es sind Einzelfälle, bei denen wir eine Einreise verweigert haben", sagte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim, der an der Kontrollstelle auf der Autobahn 93 (Inntal Ost) das Geschehen beobachtete.

Bei den stichprobenartigen Kontrollen seien etwa Fahrer erwischt worden, die keinen triftigen Grund für eine Einreise nach Deutschland vorweisen konnten, sondern beispielsweise nur zum Shoppen oder Wandern wollten. Dies ist nach wie vor nicht erlaubt. Auch bei der Bundespolizei München war zunächst nichts über Probleme im Grenzverkehr bekannt.

Nach wochenlangen Beschränkungen hatten Deutschland, Österreich und die Schweiz die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr gelockert. Seit Samstag ist die Einreise in beide Richtungen wieder möglich, wenn man Lebensgefährten oder Verwandte besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen will. Gleiches gilt für Besitzer selbst genutzter Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen, wie das Bundesinnenministerium am Freitagabend mitteilte. Ebenso dürfen Menschen einreisen, die Tiere versorgen müssen.

Nach Angaben des Sprechers aus Rosenheim waren die Absperrungen an den Grenzübergängen seit Mitternacht abgebaut worden. Alle Grenzübergänge seien nun wieder passierbar. Kontrollen fänden dennoch weiter statt, beispielsweise auf der Landstraße von Kufstein in Österreich nach Kiefersfelden in Oberbayern.