Kaufkraft im zweiten Quartal gestiegen

Reallohnindex steigt um 1,2 Prozent

Arbeitnehmer haben im Frühjahr 2017 mehr Geld in der Tasche gehabt als ein Jahr zuvor. Der sogenannte Reallohnindex stieg im zweiten Quartal um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Verdienste stiegen im Durchschnitt um 2,9 Prozent, die Verbraucherpreise legten dagegen nur um 1,7 Prozent zu.

Die deutliche Steigerung der Reallöhne sei auf "überdurchschnittlich gestiegene Verdienste der Beschäftigten zurückzuführen", teilte das Statistikamt mit. Unter anderem habe es mit 4,5 Prozent in der Öffentlichen Verwaltung sowie mit 3,6 Prozent im Bereich Erziehung und Unterricht überdurchschnittlich starke Zuwächse im öffentlichen Dienst gegeben.

Zwischen den einzelnen Leistungsgruppen gab es demnach keine gravierenden Unterschiede. Mit 3,1 Prozent war der Verdienstanstieg bei den ungelernten Arbeitnehmern am größten, gefolgt von Arbeitnehmern in leitender Stellung sowie den Fachkräften mit einem Anstieg von jeweils 3,0 Prozent. Die Verdienste von angelernten Arbeitnehmern sowie herausgehobenen Fachkräften stiegen den Statistikern zufolge dagegen leicht unterdurchschnittlich.