Katholische Kirche zur Ehe für alle: „Wir gehen einen eigenen Weg“

Der Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz kritisiert die Entscheidung.

Die katholischen Bischöfe haben alles gegeben, um die Öffnung der Ehe für Alle zu verhindern. Heiner Koch, der für Ehe und Familie zuständige Bischof in der Deutschen Bischofskonferenz, sagt, die Öffnung der Ehe sei ein Bruch mit einem Jahrhunderte alten Eheverständnis. Der Bundestag hat trotzdem anders entschieden.

Herr Koch, Ihre Mahnungen in der letzten Woche blieben ungehört. Geht die Welt jetzt unter?

Unsere Worte sind nicht ungehört geblieben. Ich habe viele Reaktionen bekommen, auch von denen, die unsere Auffassung nicht teilen. Die Hektik ist nicht entstanden, weil wir stark aufgetreten sind. Der Druck hatte parteipolitische und wahlkampftaktische Gründe.  

Wenn Ihr Ärger abgeklungen ist, können Sie sich dann vorstellen, auch ein männliches oder weibliches Paar in Ihrer Kirche zu trauen?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Ehe hat für uns drei Bedingungen. Es sind nach der Schöpfungsordnung Mann und Frau. Nur diese beiden können Leben weitergeben,  auch mit der Bereitschaft ein Kind zu formen ein Leben lang. Diese ursprüngliche Beziehung möchten wir schützen und das Dritte ist die lebenslange Treue.

Warum kann das nicht für gleichgeschlechtliche Paare gelten?

Weil sie nicht Vater und Mutter für ihre Kinder sein können, was nicht bedeutet, dass ich nicht wertschätze, dass auch dieses Paar Werte lebt und Verantwortung übernimmt.

Es wachsen aber auch Kinder in solchen Beziehungen auf. Widerspricht das nicht dem, was Sie sagen?

Nein, ich nehme das sehr positiv wahr. Nur ist eine andere Situation. Es ist nicht diese intimste Beziehung wie bei Mutter und Vater, ein Stück des eigenen Lebens, des eigenen Körpers und Geistes. Es ist bei Kindern von gleichgeschlechtlichen Paaren immer noch jemand Drittes da, ein leiblicher Vater, eine leibliche Mutter. Dennoch ist auch dieses Andere wertvoll und muss gestärkt...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung