Katerstimmung: Budweiser wird in den USA vom Thron gestoßen

Budweiser muss zum ersten Mal die Top 3 der meistverkauften Biersorten in Amerika verlassen. (Bild: ddp)

Bierbrauereien stehen in den USA vor großen Herausforderungen. Bemerkbar macht sich das an den Verlusten einer der bislang populärsten Marken: Budweiser ist nicht mehr länger in den Top 3 der beliebtesten Biersorten vertreten. Doch auch die Konkurrenz muss zittern.

Bis 2001 stand Budweiser unangefochten auf dem ersten Platz der meistverkauften Biersorten in den USA. Dann kam 2011 der Konkurrent Coors Light um die Ecke und verbannte die „Premium“-Biermarke auf den zweiten Platz. Erstmals muss die amerikanische Brauerei jetzt seinen Stammplatz in der Top 3 aufgeben – abgelöst wurde es von Miller Lite. Damit rutscht das Kultbier Bud Light also auf den vierten Platz, wie das Fachmagazin „Beer Marketer’s Insights“ mitteilte, das die Erfolgsstatistiken der unterschiedlichen Marken seit den 70er-Jahren herausgibt. Auf Platz 5 folgt Corona Extra, danach Michelob Ultra und Modelo Especial.

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Dass es Miller Lite auf den zweiten Platz geschafft hat, ist bemerkenswert: Die Brauerei hatte 2017 mit starken Umsatzeinbußen zu kämpfen. Allerdings waren diese lange nicht so hoch wie das Minus von Budweiser. Während Miller Lite 375.000 Fässer weniger auslieferte, waren es bei Bud Light zwei Millionen Fässer weniger als im Vorjahr. Als Grund für den Rückgang der Gewinne gibt „Beer Marketer’s Insights“ unter anderem die stärkere Nachfrage nach Craft Beer sowie eine boomende Wein- und Spirituosen-Industrie an.

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So konnten noch vor zehn Jahren die Top-10-Marken 66 Prozent des Umsatzes der Bier-Industrie einfahren, aktuell sind es nur noch 50 Prozent – 16 Prozentpunkte müssen internationale Brauereien wie BUD oder TAP nun an die Craft Beer-Hersteller abdrücken. Experten gehen allerdings davon aus, dass das Craft Beer sein Expansions-Limit jetzt erreicht hat.

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