Wie im "Katastrophenfilm" - China-Legionär über Coronavirus

SPORT1

Das Coronavirus hat den chinesischen Fußball fest im Griff.

Die Stadien sind verwaist, der Spielbetrieb ist ausgesetzt. Der ehemalige Bundesliga-Spieler Felix Bastians hat nun von den Verhältnissen im Reich der Mitte berichtet.

Der 31-Jährige, der mittlerweile beim chinesischen Erstligisten Tianjin Teda unter Vertrag steht, erinnert sich an beängstigende Szenen. 


"Tianjin ist eine Stadt mit 15 Millionen Einwohnern. Alles war wie leer gefegt", sagte der ehemalige Spieler von Hertha BSC und VfL Bochum im Interview mit der Sport Bild.


Da habe "kein Restaurant offen, nichts. Solche Szenarien kennt man sonst nur aus Katastrophenfilmen."

Trainer: Nicht direkt die Flucht ergreifen

Im Moment befindet sich Bastians wie sein Trainer Uli Stielike wieder in Deutschland. Zuvor war er mit seinem Team im Trainingslager in Thailand, wo "jeden Tag Fieber gemessen" worden sei.


Vor seiner Rückreise nach Deutschland habe Stielike einen Appell an die fünf Ausländer (zu denen auch Sandro Wagner zählt) im Team gerichtet. Der Coach habe darum gebeten, "nicht direkt die Flucht zu ergreifen, sondern dabei zu bleiben. Als Zeichen für die Mannschaft."

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Bastians' chinesische Teamkollegen befinden sich derzeit in Quarantäne, der Trainingsauftakt ist für den 14. März geplant: "Vorher passiert nichts."

Chinas nationale Gesundheitskommission teilte am Mittwoch mit, dass die Zahl der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle auf 2981 angestiegen sei.