Katalonien: Spanische Polizei greift gegen Referendum durch — dutzende Verletzte

Lisa Schönhaar
Katalonien: Spanische Polizei greift gegen Referendum durch — dutzende Verletzte

In Katalonien stimmen die Menschen trotz Gegenmaßnahmen der spanischen Polizei über die Unabhängigkeit der Region ab. 

Ein Sprecher der Regionalregierung in Barcelona erklärte, knapp drei Viertel der Wahllokale seien geöffnet, wie der „Deutschlandfunk“ berichtet. Ministerpräsident Puigdemont ging in Girona zur Abstimmung, musste aber das Wahllokal wechseln. Der ihm ursprünglich zugewiesene Ort war von spanischen Polizisten umstellt worden.

In Barcelona sollen die Beamten Medienberichten zufolge Gummigeschosse abgefeuert haben. Rettungskräfte sprachen von 38 Verletzten. In den sozialen Medien kursieren Bilder und Videos von Polizisten, die Wähler schubsen, treten und schlagen, andere zeigen verletzte Katalanen. Puigdemont warf der spanischen Zentralregierung vor, in unverantwortlicher Weise Gewalt anzuwenden. 

Heute früh hatten von Madrid entsandte Polizisten erneut Wahlurnen und Stimmzettel beschlagnahmt, um das Unabhängigkeitsreferendum zu stoppen. Daraufhin änderte die katalanische Regionalregierung kurzfristig die Regeln. Die Bürger wurden von der Pflicht entbunden, in einem bestimmten Wahllokal abzustimmen. Außerdem erhielten sie die Erlaubnis, ihre Wahlzettel zuhause auszudrucken. 

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