Durch Katalonien-Krise geht Tourismus in der Region um 15 Prozent zurück

Touristen in Barcelona

Die Katalonien-Krise hat den Tourismus in der spanischen Region stark einbrechen lassen: Wie der Branchenverband Exceltur am Dienstag mitteilte, fiel das Geschäft mit den Touristen in Katalonien in der ersten Oktoberhälfte um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In die Auswertung floss die Aktivität der Branche seit der Volksabstimmung über Kataloniens Unabhängigkeit am 1. Oktober bis zu diesem Montag ein.

Die Reservierungen bis zum Jahresende, etwa für Hotels und Transportmittel, sind dem Verband zufolge ebenfalls 20 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, bedeute das einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro.

Die Folgen der Katalonien-Krise für die Branche seien damit noch stärker als die Entwicklung nach den Anschlägen in Barcelona und Cambrils Mitte August, erklärte Exceltur. Damals war der Umsatz in der Branche im September um fünf Prozent zurückgegangen.

Der Tourismus ist für Katalonien sehr wichtig, er trägt zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. In der Region arbeiten in der Branche rund 405.000 Menschen. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 18 Millionen Reisende. Katalonien und die spanische Zentralregierung stehen wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen der Region in einem tiefen Konflikt.