Katalanischer Regionalpräsident erwartet „demokratischen Tsunami“

Katalanen demonstrieren für die Unabhängigkeit von Spanien

Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont rechnet mit einer hohen Teilnehmerzahl bei dem für Sonntag geplanten Unabhängigkeitsreferendum.

Er gehe davon aus, dass sich Millionen Wähler in einem „demokratischen Tsunami“ an der von der spanischen Zentralregierung abgelehnten Abstimmung beteiligen würden, sagte Puigdemont der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht.

Die jüngsten Polizeieinsätze, bei denen mehr als zehn Millionen Stimmzettel beschlagnahmt worden waren, könnten die Katalanen nicht aufhalten.

Puigdemont gab sich dem Bericht nach zuversichtlich, dass sich die Europäische Union nach einer Zustimmung „pragmatisch“ der neuen Lage anpassen werde. Er bekräftigte sein Angebot, nach dem Votum sofort mit der Regierung in Madrid in einen Dialog zu treten. Seit Tagen versucht die spanische Regierung durch Festnahmen, der Sperrung von Web-Seiten oder die Beschlagnahmung von Wahlzetteln der Volksabstimmung die Grundlagen zu entziehen. Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy lehnt die Volksabstimmung als Gefahr für die Einheit des Landes ab und sieht sich durch das Verfassungsgericht bestätigt, das das Votum für unzulässig erklärt hat.

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