Kartellamt verhängt Bußgeld von 9,6 Millionen Euro gegen VW-Zulieferer

Wegen unerlaubter Absprachen hat das Bundeskartellamt Geldbußen in einer Gesamthöhe von rund 9,6 Millionen Euro gegen drei Automobilzulieferer von VW verhängt. Die Hersteller von sogenannten Wärmeabschirmblechen aus Aluminium sollen sich im Jahr 2011 darüber abgestimmt haben, gestiegene Materialpreise an den Kunden VW weiterzugeben, wie die Behörde in Bonn am Donnerstag mitteilte.

"Die beteiligten Unternehmen wollten durch den Austausch von sehr sensiblen Informationen ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Kunden VW stärken", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. So hätten sie sich über den jeweiligen Verhandlungsstand auf dem Laufenden gehalten. Die Unternehmen kamen aus der Schweiz, Spanien und Meinerzhagen im Sauerland. Gegen ein viertes an dem Kartell beteiligtes Unternehmen aus Leverkusen wurde kein Bußgeld verhängt, weil es bei der Aufdeckung des Kartells half.

Wärmeabschirmbleche sollen in Autos vor allem die im Motorraum und am Abgasstrang entstehende Wärme gegen andere Bereiche wie den Fahrgastraum und den Tank abschirmen.

Die verhängten Geldbußen sind nach Angaben des Kartellamts noch nicht rechtskräftig. Die betroffenen Unternehmen können Einspruch einlegen.