Karstadt macht erstmals seit 2006 wieder Gewinn

Die Warenhauskette Karstadt macht erstmals seit 2006 wieder Gewinn. Das Plus für das vergangene Jahr belaufe sich auf 1,4 Millionen Euro, sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl. Das Geld soll an die Mitarbeiter gehen

Die Warenhauskette Karstadt macht erstmals seit 2006 wieder Gewinn. Das Plus für das vergangene Jahr belaufe sich auf 1,4 Millionen Euro, sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl der "Lebensmittelzeitung" am Mittwoch. Das Geld soll demnach als Sonderzahlung an die Mitarbeiter gehen - vorgesehen sei eine Höhe von 100 Euro pro Kopf. Den Umsatzrückgang konnte das Unternehmen stoppen.

Wie "Bild"-Zeitung und "Süddeutsche Zeitung" berichteten, liebäugle der Konzern außerdem mit der Eröffnung neuer Läden. Der "Lebensmittelzeitung" sagte Fanderl aber, das laufende Geschäftsjahr bleibe wie die Jahre davor angespannt. Profitabel soll den Berichten zufolge vor allem die Vermietung von Flächen an Händler wie dm, Aldi, Edeka oder Apollo Optik sein.

Wachsen will die Kette im Onlinehandel, der bis 2020 ein Zehntel des Umsatzes erwirtschaften soll. Derzeit sind es laut "Lebensmittelzeitung" sieben bis acht Prozent.

Karstadt war bis 2010 eine Tochter des Konzerns Arcandor. Danach übernahm der österreichische Investor René Benko die Kette mit derzeit laut eigener Internetseite noch 82 Filialen.