Hintereggers bemerkenswertes Rücktritts-Statement

Hintereggers bemerkenswertes Rücktritts-Statement
Hintereggers bemerkenswertes Rücktritts-Statement

Eintracht Frankfurt und Martin Hinteregger gehen ab sofort getrennte Wege!

Doch der Österreicher verlässt nicht nur den Europa-League-Sieger, sondern hängt seine Fußballschuhe als Konsequenz der Affäre um Geschäftsbeziehungen zu einem rechtspopulistischen Politiker sogar komplett an den Haken.

Wie die SGE am Donnerstag in einer Pressemitteilung mitteilte, habe sich der 29-Jährige dazu entschieden, „seine Karriere als aktiver Profifußballer zu beenden“. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Hinteregger erklärt Karriereende

In dem Schreiben des Vereins erklärte der Innenverteidiger die Beweggründe für diesen Schritt. Das Rücktritts-Statement im Wortlaut:

„Ich hatte bereits im vergangenen Herbst erste Gedanken, nach der Saison aufzuhören. Ich habe mich sportlich in einer schwierigen Phase befunden: Meine Leistungen waren schwankend. Die Siege haben sich nicht mehr so gut angefühlt, dafür tat jede Niederlage doppelt so weh.

Mein Leistungsschub im Frühjahr und unsere gemeinsamen Erfolge in der Europa League haben mich dann umso mehr motiviert, mich mit einem großen sportlichen Erfolg zu verabschieden. Den Sieg in der Europa League habe ich deswegen so ausgiebig genossen, weil ich da schon wusste, dass es meine letzte große Siegesfeier mit den fantastischen Fans in dieser Stadt sein würde, die meine zweite Heimat geworden ist.

Ich werde ausschließlich mit großer Dankbarkeit und Freude an meine Zeit bei der Eintracht zurückdenken, mich weiterhin mit dem Verein und seinen Anhängern fest verbunden fühlen und die Mannschaft bei ihrem weiteren Weg durch Europa als Fan unterstützen. Ich danke meinen Teamkollegen, dem Trainerteam, dem Team hinter dem Team, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der sportlichen Führung für das Vertrauen, die Unterstützung und die fantastische Zeit, die ich hier erleben durfte - vor allem danke ich den Fans, die immer hinter mir gestanden haben, gerade auch in schwierigen Zeiten.

In den vergangenen Wochen haben sich rund um meinen Hinti-Cup, den ich mit Herzblut und besten Gewissens ausgetragen habe, einige Themen ergeben, deren Tragweite mir erst im Nachhinein klar geworden ist. Emotionale, vielleicht unbedachte Worte von mir haben zu Irritationen geführt und dafür möchte ich mich entschuldigen. Das bedaure ich sehr.

Um es nochmal ganz klar zu sagen: rechtes, intolerantes und menschenverachtendes Gedankengut verurteile ich aufs Schärfste. Wer mich kennt, weiß das. Zunächst gilt es für mich, etwas Abstand zu gewinnen und mein Leben neu auszurichten. Ich bin dankbar, dass mir die Eintracht die Möglichkeit gibt, diesen Schritt jetzt zu gehen.“

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