Karriereende: Capello wird nicht Nationaltrainer

Fabio Capello hat mit 71 Jahren genug vom Trainergeschäft

Der italienische Startrainer Fabio Capello (71) hat seinen Rücktritt erklärt und kommt damit nicht mehr für das Amt des italienischen Nationaltrainers in Frage.

"Ich habe alles gemacht, was ich machen wollte. Damit bin ich sehr glücklich", sagte Capello, der Ende März als Trainer des chinesischen Erstligisten Jiangsu Suning zurückgetreten war, am Montag dem staatlichen Radiosender Radio Uno.

Capello war bisher neben Roberto Mancini von Zenit St. Petersburg und Antonio Conte vom englischen Meister FC Chelsea als möglicher Kandidat für den Trainerjob bei der Squadra Azzurra gehandelt worden, die derzeit übergangsweise von U21-Coach Luigi Di Biagio trainiert wird. Nach dem Scheitern der Mannschaft in der WM-Qualifikation war der damalige Nationaltrainer Gian Piero Ventura zurückgetreten. Mit einem neuen Trainer wird Mitte Mai gerechnet.

Fünf Mal italienischer Meister

"Ich wollte versuchen, nochmal einen Verein zu trainieren, und Jiangsu war meine letzte Fußballerfahrung", sagte Capello, der zuvor die Nationalmannschaften Russlands und Englands trainiert hatte: "Jetzt will ich als TV-Kommentator weiterarbeiten. In dieser Rolle gewinnt man immer."

Capello feierte mit dem AC Mailand und der AS Rom insgesamt fünf italienische Meisterschaften. 1994 gewann er mit den Mailändern die Champions League. Mit dem spanischen Rekordmeister Real Madrid wurde er zweimal Meister. Die sportlich errungenen Meisterschaften 2005 und 2006 mit Juventus Turin wurden aufgrund des Wett- und Manipulationsskandals rund um den Verein aberkannt.