Karriere: Event-Caterer: Erst Teller spülen, dann raus zum Spielen

Schon als Kind half Gastwirtssohn Tobias Graf in der Küche. Fürs Kochen begeisterte ihn sein Großvater. Seit drei Jahren lebt er in Berlin.

Berlin.  "Junge Leute sollen keine Angst vor dem Kochen haben", findet Tobias Graf – der selbst noch zu den jungen Leuten gehört. Der Nachwuchs solle sich ruhig "was zutrauen", fordert er. Der 24-Jährige arbeitet als Souschef beim Berliner Event-Caterer Berlin Cuisine. Ein Souschef ist der Stellvertreter vom Chefkoch.

Vor drei Jahren hat Graf seine Heimat Österreich "Hals über Kopf und nur mit zwei Reisetaschen" verlassen und sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Das Jobangebot eines Restaurants hatte ihn in die deutsche Hauptstadt gelockt.

Doch es wurde nur zu einem Zwischenstopp: Vor nunmehr zweieinhalb Jahren wechselte Tobias Graf zu Berlin Cuisine. In dieser Zeit hat er sich zum Souschef hochgearbeitet. "Hier bin ich unter Volldampf, aber glücklich", sagt er. "Ich habe einen Arbeitgeber gefunden, der schnell gewachsen ist und noch mehr Potenzial hat. Bei dieser Entwicklung möchte ich mitmachen." In seinem Job könne er kreativ arbeiten und vieles ausprobieren.

Die Familie von Tobias Graf führt einen Gasthof

Graf, der aus der Steiermark stammt, kann sich keinen anderen Beruf vorstellen. Im knapp 500 Einwohner zählenden Dorf Wildalpen ist er aufgewachsen, seine Eltern führen dort einen Gasthof. In der Küche mitzuhelfen und später dann auch zu kochen, war für Graf alltäglich.

"Wenn ich von der Schule nach Hause gekommen bin, hat mir meine Großmutter den Ranzen abgenommen, und ich durfte erstmal Teller spülen, bevor es zum Spielen ging", erinnert er sich. Im Wesentlichen war es sein Großvat...

Lesen Sie hier weiter!