Karl Lauterbach im "ZDF-Morgenmagazin": "Das sind die drei schwersten Monate der Pandemie"

teleschau
·Lesedauer: 1 Min.

Erstmals sind in Deutschland innerhalb von 24 Stunden mehr als 1.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Für SPD-Politiker Karl Lauterbach ist dies eine "Zäsur", wie er im Interview im "ZDF-Morgenmagazin" erklärte.

1.129 Todesfälle durch Corona innerhalb von 24 Stunden! Ein Höchststand, der kurz vor Jahreswechsel nach Ansicht des Gesundheitsexperten Karl Lauterbach nur einen Schluss zulässt: "Wir müssen endlich wieder die Kontrolle über die Pandemie gewinnen", forderte der SPD-Politiker am Mittwoch im "ZDF-Morgenmagazin". Ansonsten drohten weitere Mutationen.

Lauterbach sprach angesichts dieser Zahlen trotz Lockdown von einer Zäsur. Für eine, wie er es formulierte "Luxusdebatte" um Sonderrechte für Geimpfte sei "es momentan überhaupt nicht an der Zeit", erklärte er im Interview mit Moderator Mitri Sirin: "Wir können es uns nicht leisten, mit so einer hohen Zahl an Toten über die Runden zu kommen".

Nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) davon gesprochen hatte, dass eine Durchimpfung der Bevölkerung möglicherweise bis zum Sommer zu erreichen sei, blieb Lauterbach in diesem Punkt weniger konkret. Zur Frage, bis wann alle, die das auch wollen, in Deutschland gegen das Virus geimpft sein könnten, sagte der SPD-Mann, er sei "weder pessimistisch noch optimistisch". Es hänge "einfach davon ab, ob andere Impfstoffe jetzt noch zugelassen werden".

Es gehe insbesondere auch darum, die Bürger "positiv" mitzunehmen - gemäß der Devise: "Wir halten durch, bis wir genügend Impfstoff haben." Lauterbach zeigte sich zum Jahreswechsel trotz allem auch zuversichtlich: "Das sind die drei schwersten Monate der Pandemie, die jetzt vor uns liegen. Danach wird es besser: Dann wird das Wetter besser, und ich hoffe, dass dann auch mehr Impfstoffe kommen, sodass wir dann einem viel besseren Sommer gegenüberstehen können."