Karfreitag: Wie der Film "Heidi" auf die Verbotsliste gekommen ist

Caroline Holzschuher
Selbst der Kinderfilm
  • Stille Feiertage sind besonders geschützt, daher dürfen dann manche Filme nicht öffentlich gezeigt werden
  • Dass “Heidi in den Bergen” dazu gehört, hat einen einfachen Grund

Karfreitag ist ein so genannter stiller Feiertag. Tanzveranstaltung sind teilweise ganztägig verboten, aber auch bestimmte Filme müssen im Schrank bleiben.

Rund 700 Movies dürfen aufgrund der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) an solchen Tagen nicht öffentlich gezeigt werden. 

Das FSK-Verbot versteht vermutlich nicht jeder Film-Fan

Überfliegt man die Liste finden Liebhaber echte Klassiker. So ist der Satire-Film “Das Leben des Brian” von Monty Python für stille Feiertage verboten. Hier wird versehentlich ein anderer Mann anstelle von Jesus verehrt. Für manchen gläubigen Christen könnte hier der Spaß aufhören.

Nun gut, damit könnte man die Entscheidung vielleicht verstehen. Aber manchmal bleibt der Betrachter der Liste ratlos zurück.

Wie ist der Kinderfilm “Heidi in den Bergen“ auf die Verbotsliste geraten?

Das hat an sich nichts mit dem Inhalt zu tun, sondern mit dem FSK-Verfahren. Das Kontrollgremium erklärt das so:

Neben den Altersfreigaben entscheidet die FSK auch über die Eignung von Filmen für die Vorführung an Feiertagen. Nach dem Grundgesetzes (Art. 140) sind Sonntage und christliche Feiertage gesetzlich geschützt.

Besonderen Rechtsschutz genießen “stille Feiertage” wie Karfreitag, Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag und Totensonntag.

Früher mussten die Verleiher aber noch die Freigabe für stille Feiertage beantragen. Hier wurde das wohl vergessen.

Dem “Tagesspiegel” zufolge ist das auch der Grund, weshalb so viele Filme auf der FSK-Verbotsliste stehen.

► Aber das Kontrollgremium hat dazu gelernt. Heutzutage beantragen Verleiher die Feiertagsfreigabe immer automatisch mit. Dadurch werden nur noch wirklich ausgewählte Filme der Liste hinzugefügt. 2015 waren es diese vier Filme:

  • “Am Ende ein...

Weiterlesen auf HuffPost