Von Kardinal beurlaubt: St. Agnes muss auf unbestimmte Zeit auf Pfarrer verzichten

Frank Müller kann sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausführen.

Die katholische Innenstadtpfarrei St. Agnes muss auf unbestimmte Zeit ohne ihren Pfarrer, Frank Müller, auskommen. Aus Sorge um die Gesundheit des 55-Jährigen hat ihn Kardinal Rainer Woelki am 17. August beurlaubt. Dies teilte Personalchef Mike Kolb den Gemeinden in einer Bekanntmachung mit, die am Wochenende in den Gottesdiensten verlesen wurde.

Die Leitungsgremien der Pfarrei hatte Kolb bereits am Freitagabend informiert. Nach Angaben von Teilnehmern wurde Woelkis Entscheidung betroffen und wohlwollend aufgenommen. Es sei Erleichterung spürbar gewesen, dass Müller sich – wie es in Kolbs Mitteilung heißt – „der Wiederherstellung und Stabilisierung“ seiner Gesundheit widmen kann.

Auszeit brachte nicht die gewünschte Besserung

Nach einer dreimonatigen Auszeit im Frühjahr 2016 sei der erhoffte und erwünschte Effekt nicht im erforderlichen Maße eingetreten. Oberstes Ziel müsse „die dauerhafte Gesundung und damit der verlässliche Einsatz von Pfarrer Müller als Priester sein“.

Vor einem Jahr hatte Müller, der 2005 nach St. Agnes kam, die Gemeinde selbst darüber informiert, dass er einen aufgrund von Überlastung und Erschöpfung außer Kontrolle geratenen Alkoholkonsum in den Griff bekommen wolle. Im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zeigte er sich jetzt „sehr erleichtert“.

Stadtdechant Robert Kleine übernimmt die Pfarrverwaltung

Ihm komme es vor, als hätten ihm die »Leute oben« einen schweren Rucksack für die nächste Zeit von der Schulter genommen.“ Wann er ihn – bildlich gesprochen – wieder aufsetzen und in die Seelsorge zurückkehren kann, ist offen. Für die Zeit von Müllers Beurlaubung übernimmt Stadtdechant Robert Kleine die Pfarrverwaltung....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta