Kanzleramtschef Braun wirbt nach Corona-Allzeithoch für Impfungen

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BERLIN (dpa-AFX) - Nach einem Rekordwert bei den Corona-Infektionen hat der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun erneut für Impfungen geworben. Die Situation sei ernst, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin" vor Beginn der Gesundheitsministerkonferenz. "Wir schauen nicht mehr nur auf die Infektionszahlen, sondern wir gucken insbesondere auf das, was in den Krankenhäusern passiert." In den am stärksten betroffenen Bundesländern, in Thüringen, in Sachsen, gebe es jetzt schon eine massive Belastung. "Das hätte ich mir für diesen Winter gerne erspart. Aber die Impfbereitschaft ist eben der einzige Weg, dass wir einen entspannten Winter haben und deshalb müssen wir an dem Thema weiter arbeiten, arbeiten, arbeiten."

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus war in Deutschland zuvor auf einen Rekordwert gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages insgesamt 33 949 Neuinfektionen - so viele wie noch nie. Vor einer Woche hatte der Wert bei 28 037 Ansteckungen gelegen. Der bisherige Rekord lag bei 33 777 Fällen am 18. Dezember 2020. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt mit 3,62 an (Dienstag: 3,29).

Mit Blick auf den weiteren Kurs betonte Braun, das wichtigste Gut sei die Vorsicht der Bürger. "Und wenn wir da jetzt nicht genügend Ernsthaftigkeit zeigen, dann werden die Bürger ihr Verhalten auch nicht ändern, weil sie sagen: "Naja, irgendwie scheint's ja doch auch zum Teil vorbei zu sein." Das ist leider nicht der Fall."

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen von Donnerstag an in Lindau am Bodensee zusammen. Die Ressortchefs wollen bei ihren Beratungen den Corona-Kurs für den Winter abstecken. Diskutiert werden soll bis Freitag unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können. Auch eine Testpflicht in Pflegeheimen ist Thema.

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