Kanu-WM: Marcus Groß: "Ein bisschen wie fremdgehen"

Max Hoff and Marcus Groß (r.) sind jetzt ein Team

Berlin.  Je näher der Höhepunkt rückt, desto leichter wird Marcus Groß. Etwa 85 Kilogramm lautete die Zielstellung für diese Saison. Ein langer Weg, der nun in Racice (Tschechien) bei den Weltmeisterschaften sein Ende findet. Sehr lang, denn vor dem Start in die intensiven Monate der Kanuten, da "bin ich gefährlich nah an die 100 herangekommen", sagt Groß. Kein Problem, diese Gewichtsschwankungen hat der Berliner unter Kontrolle.

Deutlich schwerer fiel es ihm, eine Veränderung zu akzeptieren. Wunderbare Jahre liegen hinter dem 27-Jährigen, zwei WM-Titel, zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Erpaddelt hat er diese Ehren mit Max Rendschmidt im Kajakzweier und im Vierer über 1000 Meter. Doch in Tokio 2020 sieht das olympische Programm anders aus als in Rio, den Vierer über 1000 gibt es nicht mehr, dafür einen über 500 Meter. Das bringt Verwerfungen mit sich.

Neuer Mann am Schlag

Am meisten zu spüren bekommt Groß sie im deutschen Team. Sein Hauptboot, der K2, wurde umbesetzt. "Ich hatte ein bisschen meine Probleme damit, als ich davon gehört habe", erzählt Groß. Das Gespann mit Rendschmidt funktionierte einfach fantastisch. "Wir waren megaerfolgreich, vor allem mit einer Leichtigkeit, die ich so selten gesehen habe", sagt Groß. Eigentlich wollte er am liebsten bis zum Karriereende mit Rendschmidt paddeln, der eine so enormes Talent am Schlag besitzt, dass er jedes Boot zu einem Siegboot macht.

Genau deshalb sitzt Rendschmidt jetzt im neuen Vierer, der genießt...

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