Kanu: Olympiasieger Rauhe greift wieder nach Medaillen

Ronald Rauhe mit seiner Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro

Berlin.  Sportler planen meistens sorgfältig. Eine Saison braucht Struktur, die Leistung fördert es nämlich nicht, wenn dem Zufall die Regie obliegt. Manchmal aber kann eine Fügung des Schicksals die Pläne gehörig beeinflussen oder sogar in völlig neue Vorhaben münden. Bei Ronald Rauhe verhielt es sich so. Er hatte sich gedanklich alles zurechtgelegt, sich auf eine intensive Ehrenrunde und den anschließenden Ruhestand eingestellt. Doch nach und nach rückte Tokio in den Fokus – und damit ein paar Jahre mehr der täglichen Schinderei im Training.

Am Freitag steigt der Berliner erst einmal in Plowdiw ins Boot. In Bulgarien fahren die Kanuten um EM-Titel. Kein Rennen mit großer Brisanz für den auf die WM Ende August fixierten Deutschen Kanu-Verband, der kurz vorher ein ausgedehntes Ausdauer-Trainingslager ansetzte. Für Top-Leistungen ist diese Konstellation nicht gemacht, aber ein interessanter Wettkampf wird es doch werden. Weil Rauhe wieder mit dem Kajakvierer über die 500 Meter antritt. "Auf diesem Boot liegt die absolute Priorität des Verbandes", erzählt der Athlet.

Es ist ein neues Boot, zumindest in seiner Bedeutung. Das hat für Rauhe alles verändert. "2017 sollte meine letzte Saison werden, eine Saison zum Runterkommen, weil ich 2016 schon sehr auf die Olympischen Spiele fokussiert gewesen bin", sagt er. Mit 35 Jahren lag der Abschied nah nach einer Karriere voller Edelmetall – mit dem Höhepunkt des Olympiasieges 2004. Er wollte noch einmal die Atmosphäre auf den Regattastrecken genie...

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