Kanadische Polizei untersucht Serienmorde in der Schwulenszene von Toronto

Ein mutmaßlicher Serienmörder soll in der kanadischen Metropole Toronto mindestens fünf Männer getötet haben. Wie die Polizei am Montag in Toronto mitteilte, wird der Mitte Januar wegen der Ermordung zweier Homosexueller festgenommene 66-Jährige mittlerweile mit drei weiteren Todesfällen in Verbindung gebracht. Die Polizei gehe zudem von weiteren Opfern aus und durchsuche jetzt rund 30 Arbeitsstätten des Landschaftsgärtners in und um Toronto.

In großen Blumenkübeln seien menschliche Überreste gefunden worden, sagte der leitende Ermittler Hank Idsinga. Der 66-Jährige sei ein "mutmaßlicher Serienmörder". "Wir gehen davon aus, dass es weitere Opfer gibt, aber wir wissen nicht wie viele." Die Polizei überprüfte die DNA der bislang gefundenen sterblichen Überreste. Mindestens eines der Opfer soll laut Polizei eine sexuelle Beziehung mit dem mutmaßlichen Täter gehabt haben.

Der Verdächtige war zunächst im Zuge der Ermittlungen zum Verschwinden zweier 44 und 49 Jahre alter Männer festgenommen worden. Am Montag wurde er angeklagt, drei weitere Männer im Alter von 47, 50 und 58 Jahren getötet zu haben, die seit dem Jahr 2012 verschwunden waren.

Drei der fünf Opfer waren Männer nahöstlicher Herkunft, die in einem Schwulenviertel von Toronto wohnten. Aber die zwei anderen Opfer passten nicht in dieses Schema. Die Ermittler vermuten daher, dass der Verdächtige seine Opfer auch außerhalb des Viertels fand. Die Untersuchung "umfasst mehr als die Schwulenszene. Sie umfasst die Stadt Toronto", sagte Idsinga.

Die Polizei will nun weitere Vermisstenfälle seit dem Jahr 2010 prüfen und rief alle Bürger auf, für die der mutmaßliche Täter gearbeitet hatte, sich zu melden.