Von kanadischen Soldaten als Retterin verehrte Nonne mit 103 Jahren gestorben

Ein kanadischer Veteran im Jahr 2002 mit Agnès-Marie Valois

Eine von kanadischen Soldaten als "weißer Engel" verehrte französische Ordensschwester ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Schwester Agnès-Marie Valois sei am Donnerstag in dem Kloster Thibermont gestorben, teilte die nordfranzösische Stadt Dieppe in der Normandie am Samstag mit.

Sie hatte das Leben zahlreicher Soldaten gerettet, als am 19. August 1942 eine 6000 Mann starke Einheit aus kanadischen und britischen Soldaten versuchte, die von den Deutschen besetzte Hafenstadt Dieppe einzunehmen und scheiterte. Bei der "Operation Jubilee" wurden binnen sechs Stunden 4131 Männer getötet, verletzt oder gefangengenommen.

Valois konnte deutsche Soldaten und Ärzte überzeugen, sich um einige der Verletzten zu kümmern, und stahl zudem Lebensmittelrationen der Deutschen, um die Verletzten zu versorgen. Bei der "Operation Jubilee" handelte es sich um die erste Militäraktion, an der sich die kanadische Armee in Europa beteiligte.

Die 1914 geborene Agnes Valois machte zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester beim Roten Kreuz, bevor sie 1936 in den Augustinerorden eintrat.