Kanadische Stadt Humboldt gedenkt des verunglückten Junioren-Eishockeyteams

1 / 3
Trauernde Menschen in Humboldt

Nach dem tödlichen Busunfall eines Junioren-Eishockeyteams haben in der kanadischen Stadt Humboldt zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Fast 3000 Trauernde versammelten sich am Sonntagabend (Ortszeit) im Eisstadion der Mannschaft Humboldt Broncos zu einer bewegenden Andacht. Unter den Gästen waren auch Premierminister Justin Trudeau und der Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale.

Das Eishockeyteam war am Freitagnachmittag in der westlichen Provinz Saskatchewan auf dem Weg zu einem Spiel, als der Teambus auf einem Highway in einer ländlichen Region mit einem Lastwagen zusammenstieß. Dabei wurden nach Polizeiangaben 14 Menschen getötet. 15 Insassen des Mannschaftsbusses wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen. An Bord des Busses saßen 29 Menschen, unter ihnen 24 Spieler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren.

Der Unfall löste Trauer und Entsetzen aus. Bürgermeister Rob Muench sprach am Sonntag davon, dass der Stadt nie zuvor Derartiges widerfahren sei. "Dies ist heute Abend einer der Schritte, den wir gehen müssen, um Heilung zu erlangen." Die Andacht begann mit der kanadischen Hymne, in die die Menschen einstimmten. Lieder, Gebete und eine Schweigeminute folgten.

Eishockey ist in Kanada gewissermaßen Nationalsport und ähnlich beliebt und verbreitet wie Fußball in Deutschland. Die Junioren-Eishockeyliga ist ein Sprungbrett für Nachwuchsspieler, um später für eine College-Mannschaft in den USA oder Kanada zu spielen. Einige Spieler schaffen sogar den direkten Sprung in die NHL.