Kanadas Regierungschef sagt Ontario Corona-Hilfen zu

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Justin Trudeau hinter kanadischen Flaggen

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau hat der stark von der Pandemie getroffenen Provinz Ontario Hilfen im Kampf gegen das Corona-Virus zugesagt. Ottawa werde Gesundheitsexperten aus den Bundesbehörden nach Ontario schicken, insbesondere nach Toronto, wo "die Situation am kritischsten ist", sagte Trudeau am Sonntag. Die Regierung stehe mit mehreren Provinzen im Gespräch, um weiteres Personal und medizinische Ausrüstung für Ontario "in den kommenden Tagen" bereitzustellen.

Ottawa werde dabei die Transportkosten übernehmen und die Vermittlung von Pflegekräften koordinieren. Trudau versprach auch, Corona-Tests nach Ontario zu schicken. "Ich möchte, dass Sie wissen, dass die Kanadier Ihnen beistehen", sagte er in einer Videobotschaft an die Bürger von Ontario.

Die bevölkerungsreichste Provinz Kanadas verzeichnete kürzlich einen sprunghaften Anstieg der Corona-Fälle. Angesichts einer hohen Anzahl an Patienten in den Intensivstationen droht eine Überlastung des Gesundheitssystems. Am Sonntag meldete die Provinz mit 14 Millionen Einwohnern 4250 neue Infektions-Fälle, 18 Todesfälle und 2107 neue Patienten in den Krankenhäusern.

Am Freitag hatte Ontario seine Maßnahmen gegen das Virus verschärft, unter anderem wurden die Grenzen zu den Nachbarprovinzen für nicht notwendige Reisen geschlossen. Kanada hat seit dem Beginn der Pandemie mehr als 1,1 Millionen Fälle und etwa 23.600 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

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