Kampfpanzer-Lieferung: Überwiegend Ablehnung in der Bevölkerung

BERLIN (dpa-AFX) -Die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern in die Ukraine wird in der Bevölkerung weiterhin überwiegend skeptisch gesehen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 43 Prozent der Befragten dagegen und nur 39 Prozent dafür aus. 16 Prozent machen keine Angaben.

An diesem Freitag kommen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz die Verteidigungsminister der westlichen Verbündeten der Ukraine zusammen, um über die weitere militärische Unterstützung für den Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer zu beraten. Die Lieferung von Kampfpanzern westlicher Bauart wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Polen und Finnland sind im europäischen Verbund zur Lieferung von Leopard-2-Panzern bereit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich noch nicht abschließend entschieden.

Deutschland nimmt eine Schlüsselrolle ein, weil die Leopard-2-Panzer hier produziert werden. Die Bundesregierung muss jede Weitergabe dieser Panzer - über die 20 Länder verfügen - genehmigen. Mit einer solchen Genehmigung hat die Mehrheit der von YouGov Befragten kein Problem. 47 Prozent wären dafür, 38 Prozent dagegen, 16 Prozent machen keine Angaben.

Deutschland hat seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor fast einem Jahr bereits Waffen und militärische Ausrüstung im Wert von mehr als 2,2 Milliarden Euro in die Ukraine geliefert - darunter schwere Artilleriegeschütze und Flugabwehrsysteme. Jeder dritte Befragte (33 Prozent) meint, das sei schon jetzt zu viel. 24 Prozent sagen, der Umfang der Lieferungen sei so genau richtig. 25 Prozent fordern mehr militärische Unterstützung für die Ukraine aus Deutschland.