Kampfhubschrauber der UN-Mission in Mali abgestürzt

Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr

Im Norden Malis ist am Mittwoch ein Kampfhubschrauber der UN-Mission Minusma abgestürzt, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist. Nach UN-Angaben waren an Bord des Hubschraubers zwei Besatzungsmitglieder. Suchmannschaften seien an die Absturzstelle entsandt worden, sagte Minusma-Sprecher Farhan Haq. "Das war ein Unfall", hieß es aus UN-Kreisen in Gao in Nordmali. Es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber "geschossen" worden sei. Die Bundeswehr wollte sich zunächst nicht zu dem Absturz äußern.

Die Bundeswehr unterstützt in Gao die UN-Mission Minusma, die als einer der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit gilt. Ziel ist die Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes. Außerdem unterstützt die Bundeswehr eine EU-Ausbildungsmission in Mali.

In Mali sind zahlreiche ausländische Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hatte im Januar 2013 militärisch eingegriffen, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Erst im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats für die UN-Mission in Mali auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu. Die Bundeswehr hat vier Tiger-Kampfhubschrauber und vier Transporthubschrauber vom Typ NH-90 im Rahmen dieser Mission nach Mali verlegt.