Kampfansage an Tesla: VW will neue Fabrik für Elektroautos in Wolfsburg bauen – ganz in der Nähe des Stammwerks

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Ganz in der Nähe des VW-Stammsitzes in Wolfsburg soll die neue Fabrik für E-Autos gebaut werden.
Ganz in der Nähe des VW-Stammsitzes in Wolfsburg soll die neue Fabrik für E-Autos gebaut werden.

2026 will der Autobauer Volkswagen planmäßig ein neues Werk in Wolfsburg in Betrieb nehmen. Das hatte Europas größter Autokonzern am Dienstagabend angekündigt. In der Fabrik soll das neue Automodell Trinity gebaut werden. Der Aufsichtsrat muss der Entscheidung zum Neubau aber noch abschließend zustimmen.

Das Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre. Den Angaben zufolge soll das Trinity-Projekt in einer separaten Produktionsstätte untergebracht werden – vorgesehen ist eine Art "zweites Werk Wolfsburg". Der Aufbau könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

Die Vorsitzende des Betriebsrats Daniela Cavallo erklärte in einem internen Dokument, das Business Insider vorliegt: "Die Pläne für die neue Trinity-Fabrik sind mutig und damit genau richtig." Mit dem Bau eines zweiten Werkes in Wolfsburg sichere sich das Unternehmen die Beschäftigung vor Ort.

VW-Markenchef Ralf Brandstätter sagte in dem internen Dokument, man wolle Wolfsburg mit dem Bau "fit machen für die Zukunft". Alles, was der Autobauer tue, müsse wirtschaftlich sein. Arbeitsdirektor Gunnar Kilian sieht in dem Neubau die Sicherung "langfristiger Beschäftigung in der Region". Die Investition stärke "nachhaltig die Bedeutung des Industriestandorts Deutschland".

E-Auto Trinity ist von Grund auf neu konzipiert

Die Produktion von Trinity läuft voraussichtlich im Jahr 2026 voll an. Es handelt sich um ein komplett neu konzipiertes Fahrzeugsystem, in dem die modernsten E-Antriebe sowie weitgehend selbst programmierte Software, Vernetzung und Technologien des autonomen Fahrens von VW zum Einsatz kommen sollen. Dazu verwendet die Marke eine weiterentwickelte Plattform namens SSP, auf die auch Töchter zugreifen können sollen.

Auf dieser technischen Basis sollen insgesamt mehr als 40 Millionen Wagen entstehen. Das größte deutsche Unternehmen will damit vor allem den US-Rivalen Tesla angreifen, der schon jetzt kurz vor dem Start seiner neuen "Gigafabrik" in Grünheide bei Berlin steht.

Noch ist er nur eine Ideenskizze, 2026 soll das E-Auto vom Band in Wolfsburg rollen.
Noch ist er nur eine Ideenskizze, 2026 soll das E-Auto vom Band in Wolfsburg rollen.

dpa/cm

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